Stimmungslos

Frank Lübberding konstatierte vor ein paar Tagen in der FAZ, dass am Fernseher nicht so die richtige Olympia-Begeisterung aufkommen mag. Das mag zum einen an der nicht mehr ausblendbaren Doping-Berichterstattung liegen. Oder vielleicht auch an der Zeitverschiebung, die dafür verantwortlich ist, dass etliche Höhepunkte in Deutschland erst zur nachtschlafenden Zeit stattfinden.

Insofern bin ich ein schlechter Zuschauer, denn für mich war meist um halb Eins Schluss. Aber auch vorher kam bei mir keine oder kaum Olympia-Stimmung auf, was vor allem an der Berichterstattung von ARD und ZDF liegt, die ich als unterirdisch empfinde. Es beginnt mit den Moderatoren. Bommes und Delling bei der ARD sind nahezu unerträglich. Hier der Kumpeltyp Bommes, den man glaubt aus der Kneipe als den Typen zu erkennen, der einem ungefragt ein Bier ausgibt und nach fünf Minuten seine Lebensgeschichte ans Knie gequasselt hat. Zum anderen der Troubadix unter den Moderatoren, Gerhard Delling, der Mister Sandman der deutschen Nationalmannschaft bei der EM, ein Meister der verrutschten Kalauer, der stolz in die Kamera lächelt, wenn ihm wieder ein Übergang eingefallen ist, der außer ihm niemanden amüsiert. So am Sonntag: Von den Olympischen Ringen kam er auf einen Film über einen abgefilmten Heiratsantrag eines chinesischen Sportlers (der Verlobungsring!) und dann wechselte er – zum Ringen. Was hab‘ ich gelacht.

Beim ZDF ist es etwas besser. Rudi Cerne erinnert aus der Ferne an Dieter Kürten. Er moderiert einfach alles weg, ist im Vergleich zu den Clowns Delling und Bommes fast wohltuend professionell. Bei Katrin Müller-Hohenstein hat man das Gefühl, dass sie sich selbst am meisten langweilt ob des sich wie Kaugummi ziehenden Programms. »Wir wollen Ihnen Live-Sport zeigen« sagen sie alle, aber das genau machen sie oft genug nicht. Zwar wird zwischen den Sportarten ohne Unterlass hin- und hergezappt. Zuweilen scheint es geradezu eine Masche zu sein, die Live-Übertragung in Sportart A zu beenden um eine Aufzeichnung von Sportart B zu senden. Um 14.25 Uhr sollte am Samstag Martin Kaymer im Golf beginnen; der Reporter wies zwei Mal darauf hin. Um 14.23 Uhr musste er dann allerdings abgeben; die Ankündigung verpuffte ins Leere. Das Viertelfinalspiel der deutschen Fußball-Männer wurde für ein Hockey-Spiel unterbrochen, das vollkommen bedeutungslos war. So gibt es für den Zuschauer keine Möglichkeit, sich in die Stimmung der jeweiligen Sportart, die man vielleicht nicht so genau kennt, hineinzubegeben. Die Reporter bemühen sich zwar in den kurzen Schaltungen die Regeln zu erklären und Lebensläufe zu skizzieren aber wenn man das gehört hat, sind sie auch schon meist weg. Kein Problem, sagen die Sender, wie haben ja die Livestreams. Man muss also technisch auf dem neuesten Stand sein, um die Lieblosigkeit von ARD und ZDF ertragen zu können.

Stunden vor vermeintlichen Großereignissen zeigt man lächerliche Vorberichte. Ob Ruder-Achter oder Usain Bolt, dessen 100 m Lauf sogar in der drei-Minuten-Tagesschau sechs Stunden vor dem Start angekündigt wurde. Das Springreiten orchestrierte man mit einem »olympische Momente«-Filmchen, in dem stürzende und stolpernde Pferde und Reiter gezeigt wurden. Drollig.

Dabei ist angeblich fast alles »historisch«. Nahezu jeder »schreibt Geschichte« oder wird zur »Legende«. Superlative im Stundentakt. Die Datenbanken spucken unablässig Einmaligkeiten aus, die zu zeitgeschichtlichen Ereignissen hochgejazzt werden, die in zwei Jahren vergessen sind.

Wehe man verweigert sich den medialen Inszenierungen. Als Christoph Harting ein Interview und den kumpelhaften Handschlag mit dem ZDF-Reporter ablehnte, war die Aufregung groß. Sofort schaltete sich ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz ein, der das Verhalten »einmalig« nannte und man wusste nicht genau, ob es eine Drohung war oder eine Feststellung. Immerhin: Zuletzt hatte sich Gruschwitz 2010 während eines Sport-Events zu Wort gemeldet, als KMH bei Miroslav Klose einen »inneren Reichsparteitag« konstatierte.

Wie man sich bei ARD und ZDF den medienkompatiblen Sportler vorstellt, konnte man am Sonntag bei einer Schaltung zum »Deutschen Haus« sehen. Elf Medaillengewinner saßen da nebeneinander und nun wollte der Reporter von jedem wissen, wie sie gefeiert haben, was es zu trinken gab, wie die Nachtruhe war, usw. Die Szenerie war an Peinlichkeit kaum zu überbieten; die Sportler, noch gezeichnet von den Feiern, als Pönitenten. Und dann wundert man sich, wenn keine Olympia-Stimmung vor dem Fernseher aufkommt.

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16 Kommentare zu »Stimmungslos«:

  1. Blackconti sagt:

    Da kann ich mich ja richtig glücklich schätzen, dass die Livestreams der Öffentlich-Rechtlichen hier im Tiefen Süden wegen fehlender Senderechte nicht funktionieren. Die normalen TV-Übertragungen von ARD oder ZDF darf, bzw. muss ich mir wg. fehlender Einschaltrechte seitens Frau Blackconti auch nicht antun. Doch es fehlt mir an nichts, finde ich doch bei Interesse jede Menge funktionierende Livestreams im Internet, die mich ohne unsägliches deutschtümelndes Moderatoren- oder Kommentatorengebrabbel einfach das Fußball-, Handball- oder Tennismatch anschauen lassen. Und ob da noch Irgendeine/r eine Medaille im Hallen-JoJo oder Zwergen-Weitwurf gewonnen hat ist mir einfach egal, ohne die sicher auch dahintersteckende Trainingsquälerei herabwürdigen zu wollen.
    Wir hatten uns ja vor acht Jahren schon einmal zum Thema sportliche Superevents ausgetauscht ( http://blackconti.twoday.net/stories/5114474/) und in der Zwischenzeit ist die Abfolge eher noch enger geworden. Die 7/24-sendenden Sportkanäle brauchen Futter und wir haben das immer Gleiche schon bis zum Abwinken gesehen. Wie soll da irgendeine Stimmung aufkommen, zumal uns inzwischen auch der perverse finanzielle Aufwand für den 14-tägigen Talmiglanz besonders in Entwicklungsländern bewusst ist. Den weißen Elephanten, d.h.den ungenutzten Stadien der WM 2010, kann man hier in Südafrika exemplarische beim Verrotten zusehen.

    #1

  2. Phorkyas sagt:

    Zustimmend: Bin auch in eine Vorkommentierung eines Schwimmwettbewerbs geraten und der Kommentator redete sich richtig in Rage über die »Doping-Russin«, die alleine mit ihrem Start schon dem Schwimmen großen Schaden zufüge usw. usf. – Es scheint, die Kommentatoren begreifen sich nur als »Einheizer«, ob da nun die allgemeine Ideologie verkündet oder die Stimmung des deutschen Medaillenspiegel (weniger meist: die am Wettkampfort) irgendwie verbrämt werden muss. Sehr eklig.

    Was »meinen« Sport, das Tischtennis, angeht, war der Kommentator wohl offenbar wenigstens vom Fach und meist auch nicht so peinlich oder nervig. – Aber das ist vielleicht auch so ein Beispiel für die Verzerrung durch Öffentlichkeit, die in Journalistentätigkeit einfach eindringt. Die Berichterstattung hierzulande fokussiert sich immer noch auf Timo Boll. Das liegt wohl an diesem kleinen Nationalmythos, dass er zu einer gewissen Zeit der einzige Europäer gewesen sei, der der chinesischen Dominanz ein wenig Paroli geboten habe (Bobby-Fisher-Narrativ?). Schaut man sich ein wenig um, dann gibt es in Europa aber einen Haufen anderer Spieler, die ähnlich gut oder wichtig sind und die unsere Nationalblindheit dann einfach übergeht (Vladimir Samsonov, Werner Schlager, Michael Maze, Marcos Freitas z.B.). Wäre es nicht möglich objektiver und mit weiterem Blick von einer Sportart zu berichten, anstatt immer wieder und wieder zu erklären, dass die Spieler nach jeweils 6 gespielten Punkten eine Handtuchpause nehmen dürfen?

    Was das Dopingthema angeht: Ist der Rubikon nicht schon da überschritten, wo aus Amateur- Profisport wird, bzw. sind da nicht schon andere Vorläufer von »Doping«: Nämlich dass man Individuen zugesteht, sich ausschließlich mit dieser einen Sache zu beschäftigen und ihren Lebensunterhalt damit zu bestreiten, sozusagen »Zeitdoping« im Vergleich zum Amateur. Oder »Materialdoping«, z.B. Rodeln, Ski,..

    Dass unsere Gesellschaft das nicht unterbindet, sondern sogar in irrsinniger Weise fördert, liegt wohl an vielen Dingen. Am Spieltrieb, vllt. sind die Sportevents auch so etwas wie säkulare Ersetzungen religiöser Großfeste, s. Inszenierung, Orchestrierung und Vokabular: »heiliger Rasen« etc. – Der menschlichen Natur nach wird man den »Großsport« einfach nicht los werden. Die Frage ist wohl, ob man den oder was man daran noch genießen will und kann; mögen andere das auch für Hallen-Jojo halten.

    #2

  3. civichief sagt:

    Hi,

    kam über Bildblog hierher.

    Was mich stört ist die nationale Zentrierung auf deutsche Sportler, das war früher definitv ausgewogener.
    Und diese ewige Doping-Diskussion bei jedem ausländischen Sportler, der es wagte, schneller, besser oder weiter als der deutsche Konkurrent gewesen zu sein, obwohl nie ein Doping-Beweis erbracht wurde, macht dieses Olympia wirklich schwer anzuschauen.
    Es ist natürlich klar, dass wenn die meisten Wettkämpfe in der deutschen Nacht stattfinden, dass man tagsdarauf vor allem die deutschen Ergebnisse präsentiert – im Interesse der Masser der Zuschauer.
    Aber man könnte das bestimmt ausgewogener machen, wenn man nicht auf die nationale Quote schauen, sondern sich an dem eigenen Anspruch einer ausführlichen und ausgewogenen BErichterstattung im Sinne des Sports messen würde.

    Aber auch der Umgang mit dem Diskuswurf-Sieger und seine Bescheidenheit finde ich ärgerlich: Ein Handschlag und kurze Worte müssen doch heute immer noch ausreichend sein, denn die Olympischen Spiele mit Leichtathletik sind ja immer noch Amateurveranstaltungen, da darf und soll man nicht Profi-Fußballer-Geschwätz nach dem Wettbewerb erwarten. Und nicht jeder LEichtathlet (vor allem die im Staatsdienst) müssen oder wollen sich selbst promoten, um an Sponsorengelder zu kommen.

    Ich vermisse Olympia auf Eurosport 1

    #3

  4. Dass die nationale Brille bei den deutschen Reportern stärker geworden ist, glaube ich nicht. Die Frage ist immer, ob die Nationalität dominant ist und das sportliche Moment dabei in den Hintergrund tritt. Kurios waren allerdings zwei Schaltungen zum Gewichtheben. Beide Male zeigte man deutsche Gewichtheber; vor ein paar Tagen eine junge Frau und gestern einen Mann. In Nebensätzen (bei der Frau am Ende) kam dann heraus, dass es ein B-Finale war; man wurde dann Zehnte. Von den Medaillengewinnern wurde der Zuseher verschont. Vielleicht ist das aber auch so eine Art Chronistenpflicht: Schließlich sollen die deutschen Zuschauer sehen, wohin die Fördergelder fließen.

    »Nationalistische« Exzesse bei den Reportern gibt es bisher überhaupt nicht; eher im Gegenteil. Man sieht sogar bei anderen darüber hinweg. Als ein amerikanischer Turner drohte, die beiden auf Platz 2 und 3 liegenden brasilianischen Turner zu verdrängen, bejubelten die brasilianischen Zuschauer in der Halle jeden noch so kleinen Fehler des Amerikaners. Auf dieses unfaire Verhalten hatte der Reporter dann aber auch nicht hingewiesen.

    Bei Eurosport liegt der Fokus auf den deutschsprachigen Raum, daher werden dort z. B. bei der Leichtathletik auch die österreichischen und schweizer Sportler mehr gewürdigt. Tatsächlich vermisse ich besonders bei der Leichtathletik Eurosport…

    @Phorkyas
    Mit Kristin Otto hat das ZDF ja eine Frau als Kommentatorin am Start, die 1988 in Seoul sechs Goldmedaillen für die DDR gewann. Wie man das dort damals machte, ist inzwischen hinlänglich bekannt. Aber Frau Otto hat sich früh darauf zurückgezogen, von Doping nichts gewusst zu haben. Das reicht dem ZDF und qualifiziert sie nun sich über das Doping der anderen auszulassen. Das ist Heuchelei.

    Ja, Mythen feiert man überall und es stimmt, dass Sportveranstaltungen zuweilen religiöse Dimensionen annehmen. Bobby Fischer war ja der einzige Schachspieler in den 60er/70ern, der der sowjetischen Phalanx dauerhaft Paroli bieten konnte. Larsen war zu flatterhaft…

    #4

  5. Andreas Rautenberg sagt:

    »Tatsächlich vermisse ich besonders bei der Leichtathletik Eurosport…«

    Weißgott! Was hab ich mich während des sensationellen und sensationell spannenden letzten Durchgangs im Diskuswerfen der Männer nach der Stimme von Dirk Thiele gesehnt!

    #5

  6. Andreas sagt:

    (Bin über Bildblog gekommen.) Gestern abend beim Frauenturnen haben die beiden Herren nicht viel geredet, so dass man in ihren Redepausen unüberhörbar, aber leider nicht wirklich verständlich mitbekam, dass in der Kabine nebenan ein anderer deutschsprachiger Reporter offenbar sehr detailliert die einzelnen Figuren kommentierte. Wenn unsere Helden des ö-r Fernsehens dann geredet haben, war es auch nicht so schön, denn im Vergleich zu Übertragungen vom Männerturnen haben die beiden Herren halt eher über Frauen als solche und nicht über Turnerinnen geredet…

    Obwohl – beim Männerturnen durfte ab und zu Marcel Nguyen etwas sagen: »Marcel, was sagen Sie zu den Problemen von XY?« – »Ja, das sind natürlich sehr schwere Übungen, da kann man schon Probleme haben.« Oha.

    #6

  7. @Andreas Rautenberg
    Bei der EM war Thiele bei Eurosport nicht mehr dabei. Hoffentlich bleibt er wenigstens beim Skispringen.

    #7

  8. Luca sagt:

    @Andreas: Ich meine dass es sich bei der Stimme um den Co-Kommentator des ZDF handelte, dessen Mikro nicht ordnungsgemäß funktionierte.

    Auch Ich gehöre zu denen den die Deutschland-Fokussierung der Öffentlichen am meisten stört, vor allem die Tatsache das ganze Sportarten zu Gunsten meistens bedeutungsloser Sportarten mit deutscher Beteiligung nicht gezeigt wurden, besonders gemerkt hat man das beim Fechten, welches vor 4 Jahren, als die Deutschen noch über Medaillenchancen in dieser Sportart verfügten, regelmäßig gezeigt wurde, während es dieses Jahr, als sich kaum Deutsche überhaupt qualifiziert haben, so gut wie überhaupt nicht gezeigt wurde. Ganze Medaillenentscheidungen sind dadurch unter den Tisch gefallen. Und daran merkt man auch eine zunehmende »Nationalisierung« der Öffentlichen, während die Kommentatoren sich noch in einem akzeptablen Bereich bewegen, fokussiert sich die Programmplanung extrem auf die deutschen Athleten, zu Lasten von Sportarten, für die eine Übertragung bei den Olympischen Spielen die einzige Chance ist, sich zu profilieren. Und selbst in ihrem »umfassenden« Livestream-Programm fehlen manchmal Medaillenentscheidungen.
    Was bleibt ist die Vorfreude darauf, dass ab Olympia 2018 Eurosport die Exklusiv-Rechte besitzt.

    #8

  9. Mareike Kaa sagt:

    Ach ja, der Wortakrobat Gerhard Delling beglückt uns schon lange. Wie beendete er anno dunnemals (1994) eine Übertragung von der Leichtathletik-EM in Finnland? »Jetzt wird aus Helsinki langsam ein Dunkelsinki.«

    #9

  10. »Dunkelsinki«. Das schmerzt wirklich.

    #10

  11. Joseph Branco sagt:

    Ich war vor langer Zeit mal während der olympischen Winterspiele in Österreich und war völlig perplex, dass im Fersehen nur die Platzierungen der hiesigen Sportler genannt wurde. Für mich damals eine sehr peinliche Darstellung. Heute ist das auch in Deutschland völlig normal, selbst der Gesamtsieger wird nicht mehr immer benannt. Es war also tatsächlich einmal anders.

    Oder »Materialdoping«, z.B. Rodeln, Ski,..

    … oder Bobfahren oder… Völlig richtig. Nicht jedes Land hat ein Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (übrigens ein Relikt der DDR, das Gute hat man übernommen), dass vom Innenministerium mit Millionen alimentiert wird.

    #11

  12. Naja, es ist schon irgendwie normal, dass das deutsche Fernsehen (oder Radio) die Ergebnisse der deutschen Sportler berichtet. Man kann jetzt natürlich überlegen, ob man ein Achtelfinale im Handball oder Fußball mit deutscher Beteiligung zeigen soll oder die Entscheidung in mehreren Klassen im Gewichtheben, Ringen oder Judo mit usbekischen oder südkoreanischen Favoriten. Ich kann daran nichts Schlimmes erkennen. Dumm wird es lediglich, wenn (wie ich oben schon mal ausgeführt hatte) ein deutscher Sportler in einer Sportart gezeigt und im Nebensatz dann gesagt wird, dass er oder sie Platz 10 erreicht hat.

    »Materialdoping« ist kein spezifisch deutsches Phänomen. Ich erinnere mich noch an die Schwimmanzüge vor einigen Jahren, die wohl zunächst Australier oder Amerikaner benutzten. Jahrelang waren beispielsweise die Schweizer Bobs führend. Jetzt haben die deutschen aufgeholt. Die Österreicher haben ihre speziellen Skis.

    Das Abschneiden in Rio bei einigen Sportarten zeigt, dass das FES alleine keine Erfolge bringt. Es kommt auch schon noch ein bisschen auf den/die Sportler an.

    #12

  13. Mir ging es schon mit der Fußball-EM so (das war sonst anders).

    #13

  14. civichief sagt:

    Nochmal zum Nationalzentriertsein.
    Bis zu einem gewissen Grad ist es verständlich, die deutschen Ergebnisse zu zeigen, aber einige durch aus interessante Wettbewerbe werden fast komplett ausgeblendet, weil keine deutsche Beteiligung vorhanden ist, z.B der Ehrensport Rugby oder Männer-Tennis
    Man stelle sich vor, die 100m Sprint der Frauen würde ignoriert werden, weil keine Deutsche mitrennt
    Aber ich kann die Sender leider auch verstehen. Wenn die Hunderte Millionen Euro ausgeben, muss das durch Quote wieder reinkommen. Wenn man nur den Sport zeigen würde (z.B. Fifa WM), dann würden nur die Sportinteressierten schauen.
    Macht man dagegen daraus einen nationalen Ausnahmeevebt schauen auch jene, die mit dem Sport sonst nichts am Hut haben.

    Ich schaue mir die Wiederholung der Spiele demnächst auf Eurosport an

    #14

  15. Dieter Kief sagt:

    @ Mareike Kaa No. 9 u Gregor Keuschnig No. 10

    wg. Delling u Helsinki – Dunslinki – – vielleicht wollte er da hinsteuern und seine Zunge kam nicht mit. Ich meine: So wäre es doch gegangen, wäre es nicht?
    Ich sollte vielleicht noch sagen, dass ich bisher kaum 10 Minuten gesehen habe – 1 davon war jedenfalls am Ende eines Übertragungstages – eine schon rührend ausgepowerte Moderatorin saß auf einem Bänkchen irgendwo, sehr allein, wie es schien, und sprach vor sich hin von Begeisterung, und von Olympia und noch so paar gute Laune Sätze – die aber sichtlich nicht zu dem Körperchen passten, das da beinahe vorn- oder hintenüber kippte in Rio, während es sich dem Feierbend entgegenarbeitete, auf der vorletzten Rille. Ehrliche Arbeit, immerhin. – Ungedopt, vermutlich.
    Jetzt fallen mir auch noch die müden Augen ein. Klein, und fast starr. Wie die der Alleinerziehenden manchmal, die hier auch später abends noch im Netto die Kasse macht.

    #15

  16. Lieber @Dieter Kief, Sie kennen offensichtlich diesen wandelnden Kalauer-Mann Delling nicht. Ich gehe fest davon aus, dass »Dunkelsinki« als Witz gedacht war.

    Die Moderatoren wechseln sich ja ab und haben daher Acht- manchmal vielleicht Neunstunden-Tage vor der Kamera. Ähnlich wie die Kassiererin…

    #16