Archiv der Kategorie: Literatur

Die letzte Buchbesprechung (und Buchbesprechungsbesprechung) meines Lebens

Inzwischen gelesen (im Shinkansen): Die Kieferninseln. Mit leichter Hand hingeworfener Kaiserschmarren. Vulgo Aufenthaltsstipendiatenprosa. Zum Roman aufgepäppel­ter, für sich genommen bescheidener – eine Zier! – Kurzreisebericht (»mit dem Shinkansen auf Matsuo Bashos Spuren«, oho!). Japanklischees, Oberflächenbild­chen, auch (bewußt?) Falsches. Kühle Ironie … Weiterlesen

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Richard Ford: Zwischen ihnen

Wenn Schriftsteller in ein gewisses Alter gekommen sind werden ihre Erzählungen über ihre Kindheit und Jugend und insbesondere über ihre Väter meist großmütig, milde und zuweilen gar elegisch. Vielleicht weil man plötzlich an sich selber – halb erschrocken und also … Weiterlesen

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Jochen Schimmang: Altes Zollhaus, Staatsgrenze West

Zum ersten Mal erzählt Jochen Schimmang von Gregor Korff 2009 in »Das Beste, was wir hatten«. Er beginnt mit dem Silvestertag 1989 und Korff, damals 41, blickt weh­mütig und gleichzeitig ein wenig stolz auf die vorher­sehbar zu Ende gehende Bonner … Weiterlesen

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Karl Heinz Bohrer: Jetzt

Unter den deutschen Nachkriegsintellektuellen ist Karl Heinz Bohrer zweifellos immer ein Solitär gewesen und das nicht nur aufgrund seiner Polemiken, die sich mit den (west-)deutschen psychopolitischen Befindlichkeiten vor allem des linksliberalen Bürgertums auseinandersetzten. Bohrer brüskierte seine Leser damit, dass er … Weiterlesen

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Germanys next Topwriter

Ich hatte gerade 10 der 14 Texte gelesen, als mich eine Mitteilung eines Twitter-Followers erreichte: »Ihr konsequentes Schweigen zum Blogbusterpreis stimmt mich nachdenklich.« Tatsächlich hatte ich die Longlist-Leseproben erst einige Tage zuvor entdeckt. Den Blogbuster-Preis hatte ich fast schon vergessen; … Weiterlesen

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Martin Walser: Statt etwas oder der letzte Rank

Martin Walser ist vor einigen Tagen 90 geworden und wer wollte, konnte hierüber einiges sehen und hören. Man fuhr mit ihm filmend im Retro-Mercedes mit Wackel­dackel (Kennzeichen: FN MW-27) zu Tagestouren rund um den Bodensee. Dabei wurden natürlich alle wichtigen … Weiterlesen

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Barbara Kenneweg: Haus für eine Person

Sie heißt Rosa Lux (der Vorname ist ein Wortspiel der Mutter), ist 32 Jahre alt und wohnt irgendwo im Osten von Ostberlin in einem kleinen, 50 Quadratmeter großen Haus, dass sie (wie auch immer) von einem ehemaligen SED- und/oder Stasi-Menschen … Weiterlesen

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Dina Sikirić: Was den Fluss bewegt

Im Dezember 1960 fährt eine Mutter mit ihrer fünfeinhalbjährigen Tochter mit dem Zug von Jugoslawien in die Schweiz. Sie flüchtet nicht vor Armut oder Krieg. Es ist Liebeskummer; die Mutter trennt sich von ihrem Mann, dem Vater des Kindes. Tatsächlich … Weiterlesen

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