Thor­sten Car­sten­sen (Hg.): Die täg­li­che Schrift

»Nach Eu­ro­pa zu­rück­ge­kehrt, brauch­te ich die täg­li­che Schrift und las vie­les neu.« Den er­sten Satz aus Pe­ter Hand­kes Die Leh­re der Sain­te-Vic­toire hat Thor­sten Car­sten­sen als Grund­la­ge für den Ti­tel sei­nes Sam­mel­ban­des »Die täg­li­che Schrift« über »Pe­ter Hand­ke als Le­ser« ge­nom­men. Der Band er­schien im Herbst 2019 – ei­gent­lich ge­nau zur rich­ti­gen Zeit: Hand­ke hat­te ...

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An­drzej Sta­si­uk: Bes­ki­den-Chro­nik

End­lich wie­der ein neu­es Buch von An­drzej Sta­si­uk. »Be­s­ki­­den-Chro­­nik« heißt es, 2018 in Po­len erst­mals er­schie­nen. Sta­si­uk wohnt ja ir­gend­wo in den Bes­ki­den, an der pol­­nisch-slo­­wa­ki­­schen Gren­ze, in ei­nem Haus oh­ne Fern­se­hen (aber mit WLAN), ei­nem Holz­ofen und ei­ni­gen Scha­fen. Ver­sam­melt sind 76 Feuil­le­tons auf fast 300 Sei­ten, »Nach­rich­ten aus Po­len und der Welt«, so ...

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Fab­jan Haf­ner: Er­ste und letz­te Ge­dich­te

[...] Pe­ter Hand­ke fin­det in sei­nem Vor­wort den Be­griff des »Zun­gen­re­dens« (ei­ne Art ly­ri­scher Écri­tu­re au­to­ma­tique, wel­ches Her­an­wach­sen­den so­zu­sa­gen ge­schieht). Er schreibt von Ar­thur Rim­baud – um dann schnell die­se Par­al­le­le zu ver­wer­fen und Haf­ners Ge­dich­te als ein­zig­ar­tig zu be­schrei­ben: »Die­se Ge­dich­te da sind ernst; der Mensch, der sich dar­in äu­ßert, das Ich, wel­ches da, ...

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Va­le­rie Frit­sch: Herz­klap­pen von John­son & John­son

»Al­ma war ein un­ge­dul­di­ges Kind, das nicht ver­lie­ren konn­te, bei Brett­spie­len be­trog, lie­ber schrie, als schwieg, die Hän­de oft zu Fäu­sten ball­te, die auch im Schlaf sel­ten auf­gin­gen.« Das ist der er­ste Satz von Va­le­rie Frit­schs Ro­man mit dem selt­sam an­mu­ten­den Ti­tel »Herz­klap­pen von John­son und John­son« (und ei­nem noch selt­sa­me­ren, ehr­lich ge­sagt: häss­li­chen Co­ver). ...

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Pe­ter Hand­ke: Das zwei­te Schwert

Und wie­der so ein »Aben­teu­er­buch« von Pe­ter Hand­ke. In den 1980er Jah­ren be­gan­nen sie, die Er­zäh­lun­gen vom Auf­bruch in ein neu­es Le­ben, das, was man En­t­­wick­­lungs- oder, ge­nau­er: Ver­wand­lungs­ro­ma­ne nen­nen könn­te. Prot­ago­ni­sten ver­lie­ßen wie ei­nem in­ne­ren Zwang ge­hor­chend ihr an­ge­stamm­tes Da­sein, be­reit für Neu­es. Die In­ten­tio­nen wa­ren nur zu er­ah­nen. Al­lei­ne als Ein-Mann- oder Ein-Frau-Ex­­pe­­di­tio­­nen ...

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Wie ein Kom­men­tar im Per­len­tau­cher »ver­schwin­det«

Am 15.11.2019 ver­link­te der Per­len­tau­cher (»efeu«) ei­nen Text von Pe­ter Ma­ass, in dem u. a. auf mein Buch über Pe­ter Hand­ke und Ju­go­sla­wi­en Be­zug ge­nom­men wur­de. Der Per­len­tau­cher zi­tier­te Ma­ass’ Text, der be­haup­tet, ich (und Kurt Grit­sch) hät­ten die »Ju­ro­ren« be­ein­flusst, Pe­ter Hand­ke den No­bel­preis zu­zu­spre­chen. Das En­ga­ge­ment von PR-Agen­tu­ren wie Ru­der Finn für Kroa­ti­en, Bos­ni­en-Her­ze­go­wi­na und den Ko­so­vo wur­de von Ma­ass als Ver­schwö­rungs­theo­rie dar­ge­stellt.

Dar­auf­hin schrieb ich so­fort ei­nen Kom­men­tar un­ter der Pres­se­schau, der auch zu le­sen war. So­eben frag­te mich ein Freund, wo denn mein Kom­men­tar im Per­len­tau­cher ste­hen wür­de. Über­rascht muss­te ich fest­stel­len, dass er dort zwar in der Kom­men­tar­box ge­teasert ist, aber nicht er­reich­bar. Dar­auf­hin schrieb ich ihn noch ein­mal. Dies­mal er­scheint er, wenn auch nicht so­fort.

Of­fen­sicht­lich ist der Per­len­tau­cher bzw. sei­ne Re­dak­ti­on nicht an Rich­tig­stel­lun­gen und Wahr­hei­ten in­ter­es­siert. Da­mit wer­den ele­men­ta­re Re­geln des Pres­se­ko­dex ver­letzt. Die Per­len, die da ge­fischt wer­den, sind lei­der Tal­mi.

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Pe­ter Hand­ke und der No­bel­preis

Nur ein Link für Le­ser: Mein Text für die öster­rei­chi­sche Wo­chen­zei­tung »DIE FURCHE«: »Kein Be­woh­ner des El­fen­bein­tums« Gro­ßer Dank an Bri­git­te Schwens-Har­rant, die die­sen um­fäng­li­chen Text mög­lich ge­macht hat. Das ist heut­zu­ta­ge sel­ten. .-.-.-.- Ei­ne groß­ar­ti­ge Po­le­mik über die wohl­fei­len bis ag­gres­si­ven Han­d­ke-Kri­ti­ker fin­det sich bei Ber­sa­rin: Pe­ter Hand­ke und die kar­gen Le­mu­ren. Auf Spie­­gel-On­­li­ne ...

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Frank Ja­kub­zik: Ge­fühl­te Zu­ver­sicht

Vor drei Jah­ren er­schie­nen mit »In der mitt­le­ren Ebe­ne« 17 Er­zäh­lun­gen von Frank Ja­kub­zik. Sie sei­en, so der Un­ter­ti­tel, »aus den ka­pi­ta­li­sti­schen Jah­ren« und han­del­ten von »Sa­les­lem­min­gen« und »klinkenputzende(n) No­ma­den«, evo­zier­ten mit gro­ßer Ge­n­au­ig- und Be­hut­sam­keit die Me­lan­cho­lie der zu Ver­kaufs­au­to­ma­ten de­gra­dier­ten An­ge­stell­ten, die auf der Au­to­bahn, in muf­fi­gen Ho­tel­zim­mern oder ste­ri­len Kon­fe­renz­räu­men agie­ren müs­sen ...

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