Ein­blicke in in­ne­re Kyff­häu­ser

Do­mi­nik Graf und Ana­tol Regnier un­ter­su­chen Mo­ti­ve und Be­find­lich­kei­ten von Schrift­stel­lern, die wäh­rend der Zeit des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus in Deutsch­land ge­blie­ben wa­ren.

Dominik Graf: Jeder schreibt für sich allein
Do­mi­nik Graf:
Je­der schreibt für sich al­lein

Seit fast 50 Jah­ren macht Do­mi­nik Graf Fil­me. Vie­le Fern­seh­spie­le sind dar­un­ter, Kri­mis, Tat­or­te und Po­li­zei­ru­fe aber auch Do­ku­men­tar- und Li­te­ra­tur­ver­fil­mun­gen. Er ist ei­ner der letz­ten Re­gis­seu­re, die Fern­seh­pro­duk­tio­nen noch mit ei­nem ge­wis­sen An­spruch aus­stat­ten. Sein neu­er Do­ku­men­tar­film sprengt nicht nur hin­sicht­lich The­ma­tik son­dern vor al­lem we­gen sei­ner Län­ge die »nor­ma­len«, schein­bar un­hin­ter­frag­ba­ren Fun­da­men­te zeit­ge­nös­si­schen Fern­seh­schaf­fens. Ein­hun­dert­sie­ben­und­sech­zig Mi­nu­ten, al­so fast drei Stun­den, dau­ert Je­der schreibt für sich al­lein und er zeigt Le­ben und Aus­kom­men deut­scher Schrift­stel­ler, die wäh­rend der NS-Zeit im Land ver­blie­ben wa­ren.

Das Ge­rüst lie­fert das 2020 von Ana­tol Regnier pu­bli­zier­te Buch glei­chen Ti­tels. Regnier, 1945 ge­bo­ren, ist der Sohn des Schau­spie­lers Charles Regnier (be­kannt aus zahl­rei­chen Se­ri­en und Fern­seh­fil­men, aber auch als Ko­mö­di­ant) und Pa­me­la We­de­kind, der Toch­ter des Dra­ma­ti­kers Frank We­de­kind und der Schau­spie­le­rin Til­ly Ne­wes. Ana­tol Regnier ver­fass­te ne­ben an­de­ren Bü­chern 2008 ei­ne viel­be­ach­te­te Bio­gra­phie über Frank We­de­kind.

In un­ter­schied­li­cher In­ten­si­tät krei­sen Buch und Film um das Ver­hal­ten von Gott­fried Benn, Erich Käst­ner, Hans Fal­la­da, Jo­chen Klep­per, Hanns Johst, Ina Sei­del und Will Ves­per wäh­rend der Zeit des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus. Auf Bör­ries von Münch­hau­sen, Hans Grimm oder Agnes Mie­gel, auf die Regnier in sei­nem Buch nä­her ein­geht, wird im Film ver­zich­tet.

Im Film kom­men­tie­ren die Ein­drücke und The­sen un­ter an­de­rem Flo­ri­an Il­lies, Al­bert von Schirn­ding, Chri­stoph Stölzl, Ga­brie­le von Ar­nim, Ju­lia Voss und Gün­ter Rohr­bach, der ei­ne Son­der­stel­lung ein­nimmt. Der in­zwi­schen 94jährige Ne­stor des deut­schen Qua­li­täts­fern­se­hens er­zählt im letz­ten Drit­tel in zwei Ex­kur­sen von sei­ner Kind­heit und Ju­gend im saar­län­di­schen Neun­kir­chen. An­son­sten »mo­de­riert« Ana­tol Regnier den Film als ei­ne Art Er­zäh­ler; häu­fig im Ge­spräch mit Do­mi­nik Graf. Die ru­hi­ge, bis­wei­len an­ek­do­ti­sche, aber nie­mals tri­via­le Er­zähl­wei­se des Bu­ches wird be­hut­sam auf den Film trans­fe­riert. Häu­fig wird ein Split-Screen ein­ge­setzt, der das Ge­sag­te mit Ori­gi­nal-Bil­dern oder Film­se­quen­zen er­gänzt und ver­dich­tet. An­son­sten bleibt die Kon­zen­tra­ti­on auf das Wort.

Anatol Regnier und Dominik Graf - © Piffl Medien GmbH
Ana­tol Regnier und Do­mi­nik Graf – © Piffl Me­di­en GmbH

Der An­fang weicht vom Buch ab. 1945 ver­such­te der ame­ri­ka­ni­sche Psy­cho­lo­ge Dou­glas Mc­Glas­han Kel­ley mit Ge­sprä­chen und, das war neu, Ror­schach-Tests den See­len­zu­stand der in Nürn­berg an­ge­klag­ten Na­zi-Grö­ßen zu ana­ly­sie­ren. Kel­ley such­te, wie es ein biss­chen pa­the­tisch heißt, »das Bö­se im Men­schen«. In 22 cells in Nurem­berg prä­sen­tier­te er 1947 die Er­geb­nis­se sei­ner Ge­sprä­che. Für die Ana­ly­sen der Ror­schach-Tests kon­sul­tier­te er Fach­leu­te und Ex­per­ten. Aber de­ren Aus­wer­tun­gen wur­den ent­ge­gen der Ab­sich­ten nie ver­öf­fent­licht. Spä­ter hat es ge­hei­ßen, man ha­be nicht das ge­fun­den, was man er­war­te­te. Die­se Män­ner – ge­meint sind die Kriegs­ver­bre­cher – wä­ren kei­ne »wahn­sin­ni­gen Krea­tu­ren« ge­we­sen; Neu­ro­ti­ker hät­ten sich dar­un­ter be­fun­den aber auch ein­fach nur Op­por­tu­ni­sten; ei­gent­lich, und das ist das er­schrecken­de, han­del­te es sich um »nor­ma­le« Men­schen.

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An­drea Gio­ve­ne: Frem­de Mäch­te

An­drea Gio­ve­nes Haus der Häu­ser, Band drei der Au­to­bio­gra­phie des fik­ti­ven Giu­lia­no di San­se­vero, en­det im Ju­ni 1940 mit dem Ein­tritt Ita­li­ens in den Zwei­ten Welt­krieg, von dem die Haupt­fi­gur wäh­rend ei­ner Zug­fahrt über­rascht wur­de. Li­cu­di, der Zau­ber­ort am Meer, in dem die Welt still­stand, war von Tou­ri­sten, Im­mo­bi­li­en­spe­ku­lan­ten und Ar­chäo­lo­gen ein­ge­nom­men, die Be­schau­lich­keit zer­stört ...

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Hen­rik Pon­top­pi­dan: Kaum ein Tag oh­ne Spek­ta­kel

Henrik Pontoppidan: Kaum ein Tag ohne Spektakel
Hen­rik Pon­top­pi­dan: Kaum ein Tag oh­ne Spek­ta­kel

Im letz­ten Jahr be­en­de­te Ul­rich Son­nen­berg sei­ne Ar­beit an der Neu­über­set­zung der va­ri­an­ten­rei­chen Him­mer­land­ge­schich­ten des dä­ni­schen No­bel­preis­trä­gers Jo­han­nes V. Jen­sen. Und nun liegt im Wall­stein-Ver­lag mit Kaum ein Tag oh­ne Spek­ta­kel ei­ne An­tho­lo­gie ei­nes an­de­ren dä­ni­schen Au­tors vor: Hen­rik Pon­top­pi­dan (1857–1943), Sohn ei­nes Pfar­rers und 1917 mit dem Li­te­ra­tur­no­bel­preis aus­ge­zeich­net. Zu­sam­men mit Mar­le­ne Ha­sten­plug fun­giert Son­nen­berg hier als Her­aus­ge­ber. Die Über­set­zungs­ar­beit der zwi­schen 1881 und 1918 in di­ver­sen Pu­bli­ka­tio­nen er­schie­nen Tex­te wur­de von ins­ge­samt zwölf Stu­den­tin­nen und Stu­den­ten des In­sti­tuts für Skan­di­na­vi­stik in Frank­furt vor­ge­nom­men1. Ne­ben zwölf Er­zäh­lun­gen wur­den acht Feuil­le­tons auf­ge­nom­men. Das Nach­wort ist von Nils Gun­der Han­sen, Lei­ter des Pon­top­pi­dan Cen­ters der Süd­dä­ni­schen Uni­ver­si­tät in Oden­se. Hier wird ein sehr in­struk­ti­ves Web­por­tal zu Hen­rik Pon­top­pi­dan be­trie­ben, auf dem sich Tex­te des Dich­ters im Ori­gi­nal, aber auch auf Deutsch zu fin­den sind.

Han­sen weist in sei­nem Nach­wort kurz auf die epi­schen Ro­ma­ne Pon­top­pidans hin (die im üb­ri­gen in deut­scher Über­set­zung nur un­ge­nü­gend lie­fer­bar sind) und den auch in Dä­ne­mark vi­ru­len­ten Wunsch nach dem um­fas­sen­den Ge­sell­schafts­ro­man (das scheint über­all und zu al­len Zei­ten ein Ver­lan­gen zu sein), um dann den Fo­kus auf die aus­ge­wähl­ten Tex­te zu rich­ten. Man lernt, dass der Erst­kon­takt mit Pon­top­pi­dan im Schul­un­ter­richt in Dä­ne­mark durch die Er­zäh­lun­gen Ane-Met­te und Gna­den­brot her­ge­stellt wird. Ane-Met­te spielt auf ei­nem dörf­li­chen Fried­hof, ei­ne Vier­tel­mei­le ent­fernt vom (fik­ti­ven) Ort Lil­le­lun­de (den Pon­top­pi­dan in meh­re­ren Er­zäh­lun­gen ver­wen­det). Der Kirch­hof ist »nackt und un­heim­lich«, die Vo­gel­stim­men bil­den ge­gen Abend ein »Höl­len­kon­zert«, was im Kon­trast zu den bun­ten Tö­nen der Bäu­me im Herbst steht. Aber es ist Som­mer und warm und es geht um ei­ne Per­son, ei­ne Frau, die in Trau­er­hau­be auf ei­ner Bank sitzt. Spä­ter er­fährt man, dass sie noch in Be­glei­tung ei­nes zwölf­jäh­ri­gen Mäd­chens ist. Die Trau­er­hau­be trägt die Frau nicht we­gen ih­res vor vier Jah­ren an ei­nem »glück­li­chen Win­ter­mor­gen« da­hin­ge­schie­de­nen Man­nes (ei­nem Trun­ken­bold). Sie ist dort, weil ih­re vor zwan­zig Jah­ren ver­stor­be­ne, da­mals drei­jäh­ri­ge Toch­ter, von zwei Män­nern ex­hu­miert wird, weil ge­nau an die­ser Stel­le ein Kind ei­ner rei­chen Fa­mi­lie be­gra­ben wer­den soll. Die bei­den Män­ner be­ei­len sich, aber die Ak­ti­on wird er­schwert, weil man noch un­ver­hofft die Ge­bei­ne ei­nes Man­nes fin­det, der auf dem Kind be­stat­tet wor­den ist. Erst dann sam­melt man die Kin­der­kno­chen auf und es gibt so­gar noch ei­ne Haar­locke von je­ner Ane-Met­te. Die prunk­vol­le und ge­sang­rei­che Be­er­di­gung der Rei­chen nutzt die Frau als Hin­ter­grund, um die Über­re­ste ih­res Kin­des in ei­nem Ra­sen­stück mit der Wür­de zu be­er­di­gen, die ihr da­mals nicht mög­lich war. »Sie fühl­te sich so leicht ums Herz…so wie je­mand, der ei­ne al­te Schuld be­gli­chen hat…«

Gna­den­brot er­zählt von ei­nem neu ge­bau­ten »Ar­men- und Ar­beits­haus«, in dem sich die »ver­brauch­ten Kräf­te« ver­sam­meln, »wenn die Hand zu schwach und der Rücken zu krumm wird, um die Last des Le­bens noch lan­ge zu tra­gen.« Die Schil­de­rung der Opu­lenz des neu­en Bau­werks kon­tra­stiert mit der sar­ka­sti­schen Schil­de­rung der Ver­brin­gung je­der »er­schöpf­ten Exi­sten­zen« und ih­rer Ver­pfle­gung, bei­spiels­wei­se mor­gens mit ei­nem »hal­ben Li­ter ab­ge­koch­tem, ver­dünn­ten Was­ser«, wel­ches Bier ge­nannt wür­de. Mit­tags »gibt es Grün­kohl mit Rü­ben und Kar­tof­feln – und den Ge­ruch des Rind­fleischs des In­spek­teurs…« Ei­gent­lich sind al­le ganz zu­frie­den mit die­sem neu­en Heim, nur ei­ne nicht und das ist Tri­ne Bød­kers. Und wie die sich wehrt und wie die an­de­ren sich dar­auf weh­ren – das er­zählt die­se Ge­schich­te mit ei­ner sar­ka­sti­schen Un­er­bitt­lich­keit.

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  1. In alphabetischer Reihenfolge: Philipp Botte, Randi Drümmer, Sarah Fengler, Jona Gola, Rebecca Jacobi, Mona Langhorst, Lara Ringel Fraile, Natalie Scheib, Julia Schmidt, André Wilkening, Alexander Witzko, Anastassis Zaltsberg. 

»Über­aus war­me Wor­te«

Ich le­se ge­ra­de das wun­der­ba­re, im Wall­stein-Ver­lag kürz­lich er­schie­ne­ne Buch Kaum ein Tag oh­ne Spek­ta­kel mit Er­zäh­lun­gen und Feuil­le­tons des dä­ni­schen Schrift­stel­lers Hen­rik Pon­top­pi­dan (1857–1943). Her­aus­ge­ge­ben ist es von Mar­le­ne Ha­sten­plug und dem re­nom­mier­ten Ul­rich Son­nen­berg, der u. a. mit der Neu­über­set­zung der Him­mer­lands­ge­schich­ten des dä­ni­schen No­bel­preis­trä­gers Jo­han­nes V. Jen­sen für Fu­ro­re ge­sorgt hat­te.

Nun al­so Hen­rik Pon­top­pi­dan, der eben­falls mit dem Li­te­ra­tur­no­bel­preis aus­ge­zeich­net wur­de (1917 zu­sam­men mit Karl Gjel­ler­up, ei­nem Lands­mann). Pon­top­pi­dan ist, wie man im Nach­wort des Bu­ches er­fährt, in Dä­ne­mark im­mer noch Schul­lek­tü­re. Und – das ist wirk­lich ei­ne Be­son­der­heit: Es gibt ei­ne Pon­top­pi­dan-Ge­sell­schaft, die aus­ge­wähl­te Kurz­pro­sa und jour­na­li­sti­sche Tex­te des vor acht­zig Jah­ren ver­stor­be­nen Au­tors auf ei­ner Web­sei­te zur Ver­fü­gung stellt. Ne­ben Eng­lisch und Fran­zö­sisch fin­den sich auch deut­sche Über­set­zun­gen. Letz­te­re durch ei­ne Ko­ope­ra­ti­on des In­sti­tuts für Skan­dia­vi­stik der Goe­the-Uni­ver­si­tät Frank­furt mit der Pon­top­pi­dan-Ge­sell­schaft.

ARNO HOLZ –
Von Erich Bütt­ner – Quel­le / Ge­mein­frei

Dort fin­den sich auch Brie­fe an und von Hen­rik Pon­top­pi­dan in deut­scher Spra­che. Ei­ner der Brief­schrei­ber war der leid­lich be­kann­te na­tu­ra­li­stisch-im­pres­sio­ni­sti­sche Schrift­stel­ler Ar­no Holz. Ins­ge­samt sind vier Brie­fe von Holz an Pon­top­pi­dan hin­ter­legt – ge­schrie­ben zwi­schen No­vem­ber 1921 und Ju­li 1922. Holz kennt im er­sten Brief kei­ne Hem­mun­gen und bit­tet den dä­ni­schen Dich­ter »gü­tigst als Kan­di­da­ten für den li­te­ra­ri­schen No­bel­preiss in Vor­schlag zu brin­gen.« Ei­ne Ant­wort ist nicht über­lie­fert, aber Holz scheint Hoff­nung ge­schöpft zu ha­ben, bringt sich ei­ni­ge Mo­na­te spä­ter er­neut in Er­in­ne­rung – mit prä­zi­sen In­struk­tio­nen, wie ei­ne Emp­feh­lung vor­zu­neh­men ist.

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Al­bert Ca­mus: Der Fall

Albert Camus: Der Fall
Al­bert Ca­mus: Der Fall

Er nennt sich Jean-Bap­ti­ste Cla­mence, lebt in Am­ster­dam und hat sich in der Ma­tro­sen­knei­pe Me­xi­co-Ci­ty im Am­ster­da­mer Stadt­teil Ze­edi­jk, na­he zum Rot­licht­vier­tel, ein­ge­rich­tet. Hier spricht er Tou­ri­sten an, ver­wickelt sie in sei­ne Le­bens­ge­schich­te, er­zeugt Neu­gier. Auf die­se Wei­se trifft sich fünf Ta­ge lang ein Rechts­an­walt aus Pa­ris mit Cla­mance; bei­de, wie es ein­mal heißt, »Kin­der des Jahr­hun­derts«. Die Treff­punk­te va­ri­ie­ren: das Me­xi­co-Ci­ty, beim Spa­zie­ren­ge­hen, auf ei­nem Schiff, ei­ner In­sel und schließ­lich bei sich zu Hau­se. Das ist das Set­ting für Der Fall, Al­bert Ca­mus’ 1956 erst­mals er­schie­ne­ner Ro­man, der nun in ei­ner neu­en Über­set­zung von Gre­te Oster­wald vor­liegt.

Da­bei ist schon die Gen­re­bezeich­nung schwie­rig, denn die knapp ein­hun­dert Sei­ten stel­len eher ei­ne Er­zäh­lung dar. Aber auch stimmt nur teil­wei­se, denn man liest nur den Mo­no­log von Cla­mence, der dem An­walt sei­ne Le­bens- und Mo­ral­ge­schich­te vor­trägt. Ge­le­gent­li­che Ein­wür­fe des Ge­gen­über er­fährt man nur da­durch, dass Cla­mence sie wie­der­holt und dann dar­auf ein­geht. Im Nach­wort ver­weist Iris Ra­disch auf ei­ne Ta­ge­buch­stel­le von Ca­mus, der die­ses li­te­ra­ri­sche Ver­fah­ren als »ei­ne Tech­nik des Thea­ters (den dra­ma­ti­schen Mo­no­log und den im­pli­zi­ten Dia­log), um ei­nen tra­gi­schen Ko­mö­di­an­ten zu be­schrei­ben« spe­zi­fi­ziert. Aber wor­in be­steht die­se Tra­gik?

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Lud­wig Fels: Mit mir hast du kei­ne Chan­ce

Bei Jung & Jung ist un­ter dem schö­nen Ti­tel »Mit mir hast du kei­ne Chan­ce« ei­ne Aus­wahl von 98, teil­wei­se bis­her un­ver­öf­fent­lich­ten Ge­dich­ten von Lud­wig Fels aus den Jah­ren zwi­schen 1973 bis 2018 er­schie­nen. Os­kar Roeh­ler, der Sohn von Klaus Roeh­ler, dem ehe­ma­li­gen Luch­ter­hand-Lek­tor, der Fels’ er­ste Bü­cher pu­bli­zie­ren half, ver­fass­te ein Vor­wort. Die Jour­na­li­stin ...

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Knut Ham­sun: Be­noni (Ga­brie­le Haefs)

Sieb­zig Jah­re nach sei­nem Tod dür­fen nun Tex­te von Knut Ham­sun frei pu­bli­ziert wer­den. Dies ist der An­lass, dass es nun ver­mehrt neue Über­set­zun­gen von Ham­suns Ro­ma­nen gibt. Den An­fang mach­te Ul­rich Son­nen­bergs groß­ar­ti­ge Neu­über­tra­gung von Hun­ger. Jetzt liegt im Krö­­ner-Ver­­lag Ga­brie­le Haefs Über­set­zung von Be­noni vor. Schach­spie­ler ken­nen Be­noni als Be­zeich­nung für ei­ne Er­öff­nungs­va­ri­an­te. ...

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Ab­dul­razak Gur­nah: Die Ab­trün­ni­gen

Der Ein­gang in den Kos­mos des 2006 er­schie­ne­nen Ro­mans Die Ab­trün­ni­gen von Ab­dul­razak Gur­nah ge­lingt so­fort. Es ist das Jahr 1899. Ein voll­kom­men de­hy­drier­ter und ver­wahr­lo­ster »Mzun­gu« (was »Wei­ßer« bzw. »Eu­ro­pä­er« be­deu­tet) liegt »wie ei­ne Ge­stalt aus ei­nem My­thos« er­schöpft auf ei­ner Stra­ße in San­si­bar. Hass­a­na­li, »ein Krä­mer in ei­ner ver­fal­le­nen Stadt am Rand des ...

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