Apho­ris­men, No­ta­te und Un­ein­sich­tig­kei­ten II

Die Fra­ge nach der Wahr­heit kenn­zeich­net die Wis­sen­schaft, die nach der Rich­tig­keit die Po­li­tik. Ei­ne neue Steu­er­ge­setz­ge­bung ist eben­so we­nig wahr, wie Maß­nah­men zum Er­halt der Ge­sund­heit. Sie sind Vor­ha­ben oder Er­geb­nis be­stimm­ter Or­ga­ni­sa­ti­ons­for­men mensch­li­cher Ge­mein­schaft und durch die­se be­grün­det. Oh­ne die­se, wä­ren sie nicht und sie könn­ten in die­sen auch an­ders sein. Sie er­fül­len ih­ren Sinn und Zweck, sind ei­nem Ziel oder ei­ner Sa­che an­ge­mes­sen, zu­tref­fend, rich­tig eben. Und na­tür­lich auch mo­ra­lisch wie recht­lich zu be­wer­ten und in prak­ti­scher Hin­sicht fol­gen­reich. Na­tur­ge­setz­lich­keit ist der Po­li­tik fremd und wer die­se in sie hin­ein­trägt, be­ginnt ein au­to­ri­tä­res Spiel. Das be­deu­tet nicht, dass die Po­li­tik sich nicht um die Er­geb­nis­se der Wis­sen­schaft zu küm­mern hät­te, aber sehr wohl, dass er­ste­re die Ver­ant­wor­tung trägt, Ab­wä­gun­gen und Ent­schei­dun­gen trifft, nicht letz­te­re. Die me­dia­le Über­prä­senz von Wis­sen­schaft­lern in ei­ner Kri­se ist ein Zei­chen für die Ent­schei­dungs­schwä­che der Po­li­tik. Die Auf­ga­be der Po­li­tik aber ist es, zu füh­ren, zu for­mu­lie­ren wie wir ein Pro­blem lö­sen wol­len und ih­re dies­be­züg­li­chen Ver­spre­chen auf die na­he oder fer­ne Zu­kunft hin, wer­den ge­wiss plau­si­bler, wenn Er­kann­tes in de­ren Be­din­gun­gen und da­mit: die ih­res Han­delns, ein­geht.

Wei­ter­le­sen ...

Be­treu­tes Le­sen und Poe­sie­al­ben

Wie­der ei­ne klei­ne Erup­ti­on in der Li­te­ra­tur­kri­tik. Der von mir ge­schätz­te Car­sten Ot­te hat ein Ge­dicht von Till Lin­de­mann, dem Sän­ger der von mir nicht ge­schätz­ten Band »Ramm­stein«, re­zen­siert. Ihm ge­fal­len die Ver­ge­wal­ti­gungs­träu­me­rei­en des ly­ri­schen Ich nicht. Die Wel­len schla­gen hoch; die Kunst­frei­heit wird be­schwo­ren und die Ho­he­prie­ster der Frak­ti­on »Be­treu­tes Le­sen« mel­de­ten sich auch ...

Wei­ter­le­sen ...

Apho­ris­men, No­ta­te und Un­ein­sich­tig­kei­ten I

Die fol­gen­den Ein­las­sun­gen sind nicht ge­plant und ich ver­mag ih­ren Ab­schluss noch nicht ab­zu­se­hen. Ich möch­te an kei­ne vor­an­ge­gan­ge­ne Dis­kus­si­on an­schlie­ßen oder ei­ne auf­wär­men, es scheint mir viel­mehr so, dass ein in­ne­res Drän­gen auf ein äu­ße­ren Zu­stand des Man­gels trifft. Ich hof­fe über den An­lass hin­aus nach­ge­dacht zu ha­ben.

Wei­ter­le­sen ...

Me­di­en­a­vant­gar­de bei der Ar­beit

Ge­stern um 20.00 Uhr wa­ren es 1076. Heu­te, 02.04.2020, 10.30 Uhr, sind es 2679 Fol­lower, die dem »of­fi­ci­al ac­count« von Pe­ter Hand­ke auf Twit­ter fol­gen. Nicht, dass es der er­ste Ac­count »von« Hand­ke ist. Es gibt min­de­stens ein hal­bes Dut­zend al­lei­ne auf Twit­ter. Hier ist es schein­bar neu, weil je­mand »of­fi­ci­al« drü­ber­ge­schrie­ben hat. Dann muss ...

Wei­ter­le­sen ...

Letz­te Fä­den (V)

Mit et­was Fa­ta­lis­mus könn­te man das Vi­rus als »Rei­se­vi­rus« apo­stro­phie­ren, die Aus­brei­tung als Be­leg über die­sen in­zwi­schen in jeg­li­cher Hin­sicht über­bor­den­den Tou­ris­mus. In der »Welt« wird die Aus­brei­tung von der öster­rei­chi­schen Ski­re­gi­on Ischgl auf­ge­zeich­net. (Er­stes Bild dort: »Aprés Ski«. Furcht­bar!) An­hand der Da­ten der Tou­ri­sten wer­den Kar­ten er­stellt, die zei­gen, wie die Ver­brei­tung in Deutsch­land, ...

Wei­ter­le­sen ...

Noch ein­mal lo­se Fä­den (IV)

An­dert­halb Stun­den Spa­zier­gang bei schö­nem Früh­lings­wet­ter. Gut be­such­te We­ge; vie­le Fahr­rad­fah­rer. Ver­su­che von Nor­ma­li­tät. Her­um­tol­len­de Kin­der (Fa­mi­li­en). Ich war der ein­zi­ge mit Mas­ke. * * * In der ARD füllt man die Spor­t­­schau-Sen­­de­­zeit mit ei­nem Fuß­ball­klas­si­ker. EM 2016, Deut­sch­­land-Ita­­li­en. Ty­pisch deutsch: Es ist ein Spiel, dass die Deut­schen ver­lo­ren ha­ben. Ty­pisch Blöd­mann, der ich bin: ...

Wei­ter­le­sen ...

Lo­se Fä­den (III)

Doch noch, ein letz­tes Mal, (ver­spro­chen!)... Er­tap­pe mich bei im­mer grö­sse­rer Wut. Ein Land wie Deutsch­land ist nicht in der La­ge, Schutz­aus­rü­stung für Kran­ken­häu­ser und Mas­ken für die Zi­vil­be­völ­ke­rung zu be­schaf­fen. Statt­des­sen gibt es lä­cher­li­che Tips bspw. für das »Home Of­fice«. Das RKI ver­brei­te­te so­gar die Mär, das Mas­ken gar nicht hel­fen. Das ist schon ...

Wei­ter­le­sen ...

Lo­se Fä­den (II)

R. hat die Mas­ken ge­fun­den. Sie wa­ren da­mals aus­ge­mu­stert und sind schon Jah­re alt. An­geb­lich Ein­weg, aber wir wer­den sie mehr­mals ver­wen­den. Kein Atem­schutz, son­dern eher ei­ne Art Spritz­schutz. Beim Auf­lö­sen mei­nes Bü­ros 2013 al­le Mas­ken ver­schenkt an den An­strei­cher. Der hat­te ge­lä­chelt. Die Din­ger sind bes­ser als nichts. Aber haupt­säch­lich für die Psy­che. Beim ...

Wei­ter­le­sen ...