»Der Welt sind al­le Blät­ter ab­ge­fal­len«

Ei­ni­ge Lek­tü­re­ein­drücke zu Ol­ga Tokar­c­zuk

Olga Tokarczuk: Gesang der Fledermäuse

Ol­ga Tokar­c­zuk: Ge­sang der Fle­der­mäu­se

Ei­ni­ge Ta­ge vor der Be­kannt­ga­be der Li­te­ra­tur­no­bel­prei­se für 2018 und 2019 tauch­te der Na­me Ol­ga Tokar­c­zuk ne­ben den üb­li­chen Ver­däch­ti­gen auf. War da et­was durch­ge­sickert? Ei­ne Über­ra­schung war es dann doch (die grö­ße­re war al­ler­dings die Ver­ga­be für 2019 an Pe­ter Hand­ke). Als die Nach­richt kam, war die Au­torin auf ei­ner Le­se­rei­se durch Deutsch­land. Plötz­lich woll­ten al­le et­was von ihr; es gab ei­ne ei­lig ein­be­ru­fe­ne Pres­se­kon­fe­renz in Düs­sel­dorf. Der Kam­pa-Ver­lag druck­te nach, schien auch Rech­te von Aus­ga­ben von Tokar­c­zu­ks Bü­chern von an­de­ren Ver­la­gen suk­zes­si­ve auf­zu­kau­fen und be­müht sich, das Werk schnell und um­fas­send zu prä­sen­tie­ren. Als Ta­schen­buch­aus­ga­be ist jetzt Tokar­c­zu­ks Ro­man »Ge­sang der Fle­der­mäu­se« von 2009 (erst­mals in Deutsch 2011 bei Schöff­ling) er­hält­lich (Über­set­zung von Do­reen Dau­me). Ein Ein­stieg zu wo­mög­lich an­spruchs­vol­le­ren Tex­ten wie dem nicht zu­letzt von der Aka­de­mie als Opus ma­gnum ge­prie­se­nen »Die Ja­kobs­bü­cher«?

Ich ge­ste­he, dass mich die – so­zu­sa­gen in­of­fi­zi­el­le – Ru­bri­zie­rung »Kri­mi­nal­ro­man« (tat­säch­lich wird »Ro­man« als Gen­re ver­wen­det) für »Ge­sang der Fle­der­mäu­se« ein­ge­nom­men hat. (Was ich erst spä­ter re­cher­chier­te: das Buch bzw. wohl eher der Plot ist be­reits ver­filmt wor­den). Man kann al­so, so die Bot­schaft, sehr wohl ei­nen Kri­mi­nal­ro­man schrei­ben und trotz­dem den No­bel­preis er­hal­ten. Tat­säch­lich ist die­ses un­säg­li­che Schub­la­den­den­ken ge­gen­über der so­ge­nann­ten Gen­re­li­te­ra­tur fast nur noch in der deutsch­spra­chi­gen Re­zep­ti­on exi­stent. An­ders­wo ist man durch­aus in der La­ge, die Li­te­ra­ri­zi­tät bei­spiels­wei­se von Kri­mi­nal­ro­ma­nen an­zu­er­ken­nen – so­fern sie denn vor­han­den ist.

Der Ro­man spielt in dem klei­nen Dorf Lufcug (ein »in­of­fi­zi­el­ler« Na­me) auf ei­nem Hoch­pla­teau an pol­nisch-tsche­chi­schen Gren­ze. Es ist glück­li­cher­wei­se kein dys- oder uto­pi­sches Sze­na­rio; man be­wegt sich in der Ge­gen­wart. Im »Kes­sel« liegt die nächst­grö­ße­re Stadt Glatz (pol­nisch: Kłodzko; im Buch fast durch­gän­gig in der deut­schen No­men­kla­tur). Es be­ginnt im ei­sig-kal­ten, win­dum­to­sten Win­ter, als Ma­to­ga sei­nen meh­re­re hun­dert Me­ter ent­fernt woh­nen­den Nach­barn »Big­foot«, ei­nen an­de­ren, ere­mi­tisch-zän­ki­schen Be­woh­ner, tot in sei­nem Haus ent­deckt und Ja­ni­na Dus­ze­j­ko mit­ten in der Nacht auf­weckt. Sie schau­en sich die Lei­che an, su­chen ei­ne To­des­ur­sa­che. Schnell kom­men sie zu dem Schluss, dass er an ei­nem klei­nem Reh­kno­chen er­stickt ist. Für Ja­ni­na ist klar, dass dies die Ra­che der Re­he ist, die »Big­foot« ge­wil­dert hat­te. Er war ein Mann, der von der Na­tur leb­te, »die er aber nicht re­spek­tier­te«.

Es dau­ert bis die Po­li­zei kommt (die Grenz­nä­he be­dingt, dass die An­ru­fe zu­wei­len bei der tsche­chi­schen Po­li­zei lan­den). Ja­ni­na, die do­mi­nan­te Ich-Er­zäh­le­rin, über­nimmt das Psy­cho­lo­gi­sie­ren und Mut­ma­ßen. Sie, die ein­sti­ge In­ge­nieu­rin, die auf der gan­zen Welt Brücken bau­te, dann Leh­re­rin wur­de, hat sich im Al­ter voll­stän­dig der Astro­lo­gie und der Na­tur ver­schrie­ben. Sie lebt von Eng­lisch-Un­ter­richt in der Stadt (der sehr un­kon­ven­tio­nell ist) und von Rund­gän­gen (»wie ei­ne ein­sa­me Wöl­fin«) wäh­rend der lan­gen Win­ter­mo­na­te für die Häu­ser und An­we­sen der Som­mer­be­woh­ner. Im­mer wie­der wer­den die stim­mi­gen, to­po­gra­phisch grun­dier­ten Im­pres­sio­nen der Land­schaft, los­ge­löst von der Hand­lung, ein­ge­streut. Am En­de kennt der Le­ser die jah­res­zeit­li­chen Ei­gen­hei­ten des Hoch­pla­teaus, die spe­zi­fi­schen Ei­gen­hei­ten der Häu­ser (mal lebt in ei­nem Haus ein Mar­der, mal gibt es Fle­der­mäu­se) und auch aus­schnitt­wei­se die Som­mer­frisch­ler.

Die Po­li­zei macht den Bei­den Vor­wür­fe, den Tat­ort ver­än­dert zu ha­ben. Ja­ni­na hält mit ih­rer Mei­nung über den To­ten nicht hin­ter dem Weg. Bri­sanz be­kommt die Sa­che zu­sätz­lich da­durch, dass Ma­to­gas Sohn für die Po­li­zei ar­bei­tet. Ein paar Ta­ge spä­ter er­hält sie Be­such von ei­nem Kom­mis­sar, der ihr merk­wür­dig vor­kommt; sie glaubt, er ver­däch­ti­ge sie. Kurz dar­auf ge­schieht das Un­fass­ba­re: Der Kom­mis­sar wird tot auf­ge­fun­den. Ja­ni­na ent­deckt den To­ten mit ih­rem Be­kann­ten Dy­zio zu­erst. Die­ser be­sucht sie ein­mal die Wo­che, die bei­den ko­chen zu­sam­men und be­gut­ach­ten dann Dy­zi­os Über­set­zun­gen von Ed­ward-Bla­ke-Ge­dich­ten. Als sie Dy­zio zu sei­nem Nach­hau­se be­glei­tet, fin­den sie die Lei­che. Ja­ni­na ist schockiert, ent­deckt Reh­spu­ren im Schnee. Ih­re Ra­che-Theo­rie der Tie­re be­kommt neue Nah­rung.

Nun ha­ben Tie­re bei Ja­ni­na den glei­chen, nein: ei­nen hö­he­ren Rang als Men­schen. Tie­re hät­ten ei­ne »Welt­an­füh­lung«, Men­schen ei­ne »Welt­an­schau­ung«, sagt sie ein­mal. Selbst das Ab­mä­hen von Grün­flä­chen ver­ur­teilt sie. Ihr Tier­rechts-Ra­di­ka­lis­mus treibt selt­sa­me Blü­ten. So ver­fasst sie meh­re­re Brie­fe an die Po­li­zei, die auf Tier­spu­ren im Schnee Be­zug neh­men und macht ei­ne »stra­fen­de Hand der Ge­rech­tig­keit« durch die Tie­re als Tä­ter aus. Ernst ge­nom­men wer­den die­se Ein­wür­fe ge­nau so we­nig wie ih­re An­zei­ge, weil ein Wild­schwein au­ßer­halb der Jagd­zeit um­ge­bracht wur­de. Die Ver­su­che, ih­re ver­miss­te Hün­din über die Po­li­zei su­chen zu las­sen, schei­tern eben­falls. Im­mer­hin wird sie zum Tod des Kom­mis­sars ver­hört, al­ler­dings er­geb­nis­los.

Ih­re Frei­zeit ver­bringt sie mit dem Er­stel­len von Ho­ro­sko­pen. Astro­lo­gie sei »ei­ne ex­ak­te Dis­zi­plin, in ho­hem Ma­ße em­pi­risch und ge­nau­so wis­sen­schaft­lich wie et­wa die Psy­cho­lo­gie. Sie er­for­dert die ge­naue Be­ob­ach­tung ei­ni­ger Per­so­nen in ih­rer Um­ge­bung und die Ver­knüp­fung ge­wis­ser Mo­men­te in ih­rem Le­ben mit der Stel­lung der Pla­ne­ten.« Mit­tels Com­pu­ter wähnt sie sich in der La­ge, zu­ver­läs­si­ge Vor­aus­sa­gen über die Zu­kunft von Men­schen zu er­stel­len; sie braucht ne­ben dem Ge­burts­da­tum nur noch die Ge­burts­stun­de. Das Le­ben sei vor­be­stimmt und wie selbst­ver­ständ­lich er­klärt sie, ihr ei­ge­nes To­des­da­tum auch schon zu ken­nen. Die für die auf­ge­fun­de­nen To­ten post­hum er­stell­ten Ho­ro­sko­pe zeig­ten aber­mals die Rich­tig­keit der Astro­lo­gie (was sie eben­falls in ih­ren Ein­ga­ben der Po­li­zei mit­teilt). Kurz er­hält auch der Le­ser ei­nen im wahr­sten Sinn er­schöp­fen­den Astro­lo­gie-Ex­kurs.

Men­schen­feind­lich ist Ja­ni­na aber nicht. Ei­nen Kä­fer­for­scher nimmt sie für ei­ne kur­ze Zeit auf, taucht be­gie­rig in die Welt der Wis­sen­schaft ein (ob es zu ei­ner kur­zen Af­fä­re kommt, bleibt un­klar). In der Stadt freun­det sie sich mit der Be­sit­ze­rin ei­nes Se­cond-Hand-La­dens an (wie für so vie­le an­de­re Prot­ago­ni­sten er­fin­det sie für sie ei­nen an­de­ren, »pas­sen­de­ren« Na­men). Für ärzt­li­chen Bei­stand sieht sie bei Dr. Ali nach, der zwar nur Haut­arzt ist, aber für na­he­zu je­des Ge­bre­chen ei­ne Mix­tur kre­ieren kann (Ja­ni­na ist au­ßer­dem mit ei­ner nicht nä­her de­fi­nier­ten Krank­heit ge­schla­gen.) Ur­ko­misch die Sze­ne, wenn der Zahn­arzt im Mai und Ju­ni mit sei­nem al­ten Boh­rer in die Öf­fent­lich­keit tritt und »die Wald­ar­bei­ter und Schnurr­bart­trä­ger« fast im Ak­kord be­han­delt. Bis­wei­len gibt es ei­nen Tee bei der (les­bi­schen) Schrift­stel­le­rin Gi­sel­le, die ihr wie ei­ne »Be­am­tin« vor­kommt. »Wenn ich sie nicht so gut ken­nen wür­de, lä­se ich si­cher ih­re Bü­cher«, lau­tet der la­ko­ni­sche Kom­men­tar.

Die Som­mer­idyl­le wird ge­trübt durch ei­nen wei­te­ren Mord. Die Ner­vo­si­tät un­ter den Som­mer­frisch­lern wächst, die Rat­lo­sig­keit der Po­li­zei auch. Aber das Le­ben geht wei­ter. Ja­ni­na nimmt an ei­nem Ball ei­ner Jah­res­ver­samm­lung von Pilz­samm­lern teil, ob­wohl sie mit Men­schen, die ta­ge­lang durch Wäl­der strei­fen, um Pil­ze zu sam­meln, wirk­lich nichts an­fan­gen mag. Es ge­lin­gen sa­ti­risch-ko­mö­di­an­ti­sche Be­schrei­bun­gen, die ra­di­kal be­en­det wer­den, als der Prä­si­dent des Ver­eins tot ist. Dann brennt noch ei­ne Kir­che ab und der Pfar­rer über­lebt das nicht.

Ne­ben den be­reits an­ge­spro­che­nen ko­mi­schen Mo­men­ten, schafft es Tokar­c­zuk bis­wei­len si­me­non­haft die Kri­mi­nal­ge­schich­te hin­ter schein­bar ab­sei­ti­gen Be­ge­ben­hei­ten ver­ges­sen zu ma­chen, oh­ne sie aus den Au­gen zu ver­lie­ren. Es ge­lin­gen gran­dio­se Sze­nen, et­wa wenn sie zu Be­ginn mit Ma­to­ga bei »Big­foot« sit­zen und in ei­ne tran­ce­ähn­li­che Sing­sang-To­ten­wa­che ein­stim­men. Ja­ni­na wird als sen­si­bel, aber nicht schrul­lig dar­ge­stellt. »Der Welt sind al­le Blät­ter ab­ge­fal­len«, heißt es ein­mal von ihr. Ih­re Stim­mun­gen schwan­ken; mal geht sie in den Wald zum Wei­nen, mal gru­selt sie sich vor der Ima­gi­na­ti­on ih­rer ver­stor­be­nen Mut­ter im Hei­zungs­kel­ler. Dann wie­der geht sie in den Bla­ke-Über­set­zun­gen mit Dy­zio auf.

Na­tür­lich ist es schwie­rig, wenn die Ab­grün­de ei­ner Per­son er­zählt wer­den sol­len, die sel­ber die Er­zäh­le­rin der Ge­schich­te ist. Zu­mal die Er­zähl­per­spek­ti­ve bei­be­hal­ten wird. So blei­ben ei­ni­ge Be­ge­ben­hei­ten de­skrip­tiv. Da ist der Le­ser wahl­wei­se ein­ge­la­den oder ge­for­dert. Das Ur­teil könn­te da­bei zwi­schen Ab­scheu, Un­glau­be und Ko­mik chan­gie­ren.

Lei­der kommt man der Lö­sung schnell auf die Schli­che. Ob­wohl es kein klas­si­scher Whod­u­nit ist, ist das ein biss­chen scha­de. Ver­ra­ten wer­den soll das En­de hier al­ler­dings nicht, zu­mal es dann noch ei­ne ve­ri­ta­ble Über­ra­schung gibt. »Ge­sang der Fle­der­mäu­se« ist ei­ne leich­te, un­ter­halt­sa­me, aber kei­nes­falls seich­te Lek­tü­re.

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Olga Tokarczuk: Der liebevolle Erzähler

Ol­ga Tokar­c­zuk:
Der lie­be­vol­le Er­zäh­ler

Be­reits im Herbst hat­te mich die eng­li­sche Über­set­zung der No­bel­preis­re­de von Ol­ga Tokar­c­zuk be­ein­druckt. Die­se liegt nun im so­eben er­schie­ne­nen Band »Der lie­be­vol­le Er­zäh­ler« (der Ti­tel der No­bel­preis­re­de) auf deutsch über­setzt von Li­sa Pal­mes vor. Der Band ver­sam­melt auch noch den in­struk­ti­ven Es­say »Wie Über­set­zer die Welt ret­ten« so­wie ei­ne Art Chro­nik der No­bel­preis­ver­ga­be vom 9. Ok­to­ber bis 13. De­zem­ber 2019.

»Der lie­be­vol­le Er­zäh­ler« be­ginnt mit ei­ni­gen sehr per­sön­li­chen Be­mer­kun­gen von Ol­ga Tokar­c­zuk und ih­rem Ver­hält­nis zu ih­rer Mut­ter. Dann ent­wickelt sie ih­re li­te­ra­ri­sche Agen­da, hebt her­vor, wie die Mög­lich­keit des Er­zäh­lens ei­nes »Ich« die Li­te­ra­tur re­vo­lu­tio­niert ha­be: »Die Ich-Er­zäh­lung scheint ei­ne der größ­ten Er­run­gen­schaf­ten der mensch­li­chen Zi­vi­li­sa­ti­on zu sein«, denn sie »mach­te die Er­zäh­lung über die Welt als ei­nen Ort, an dem Hel­den oder Gott­hei­ten oh­ne un­se­ren Ein­fluss han­del­ten, zu un­se­rer in­di­vi­du­el­len Er­zäh­lung und über­ließ so die Büh­ne Men­schen wie uns.« Was je­doch feh­le, sei »die pa­ra­bo­li­sche Di­men­si­on der Er­zäh­lung.« Bei der Pa­ra­bel müs­se das In­di­vi­du­um »sei­ne Ge­trennt­heit auf­ge­ben und zu Je­der­mann wer­den.« Das Feh­len des pa­ra­bo­li­schen Er­zäh­lens zeugt, so Tokar­c­zuk, »von un­se­rer Rat­lo­sig­keit«.

Aber die Li­te­ra­tur hat Kon­kur­renz be­kom­men. »Ei­ne neue Form des Welt-Er­zäh­lens« sei ent­stan­den: »die Strea­ming­se­rie, de­ren heim­li­che Auf­ga­be es ist, uns in Tran­ce zu ver­set­zen« und »die Auf­merk­sam­keit des Zu­schau­ers« durch »mehr und mehr Hand­lungs­fä­den so lan­ge wie mög­lich zu fes­seln«. »Die po­ten­zi­el­le Fort­set­zung ei­ner Se­rie in wei­te­ren Staf­feln er­for­dert ein of­fe­nes En­de, bei dem es nie­mals zum ge­heim­nis­vol­len Phä­no­men der Ka­thar­sis kom­men kann und darf – zum in­ne­ren Wan­del, zur Auf­lö­sung, zum Ver­gnü­gen, die Hand­lung ver­folgt und durch­schaut zu ha­ben.« Dies ver­än­de­re un­se­re Wahr­neh­mung.

Es ist er­staun­lich, dass Tokar­c­zuk im Rah­men die­ser Re­de nicht die Durch­hal­te­pa­ro­len des Be­trie­bes her­un­ter­be­tet, son­dern skep­tisch-rea­li­stisch die Zu­kunft der Li­te­ra­tur und spe­zi­ell des Ro­mans sieht. Sie könn­ten zu »nar­ra­ti­ven Rand­er­schei­nun­gen« wer­den. Be­grün­det wird dies mit dem »komplexe[n] psychologische[n] Per­zep­ti­ons­pro­zess«, den das Le­sen ver­lan­ge. »Zu­nächst wird ein schwer greif­ba­rer In­halt kon­zep­tua­li­siert, ver­ba­li­siert, in Zei­chen und Sym­bo­le um­ge­wan­delt, um an­schlie­ßend wie­der in die Er­fah­rung ›zu­rück­ent­schlüs­selt‹ zu wer­den. Das setzt ei­ne ge­wis­se in­tel­lek­tu­el­le Kom­pe­tenz vor­aus. Vor al­lem aber ver­langt es Auf­merk­sam­keit und Kon­zen­tra­ti­on – zwei in un­se­rer heu­ti­gen Welt mit ih­ren zahl­rei­chen Ab­len­kun­gen zu­neh­mend sel­te­ne Ga­ben.«

Sie spricht da­bei auch das In­ter­net und die da­mit ver­bun­de­ne In­for­ma­ti­ons­flut bzw. das, was man In­for­ma­ti­on nennt, an. »Im Über­fluss an In­for­ma­tio­nen ver­lie­ren die ein­zel­nen Nach­rich­ten ih­re Kon­tu­ren, wer­den ir­re­al, ent­fal­len un­se­rem Ge­dächt­nis und ge­hen ganz ver­lo­ren.« Ein­her ge­he da­mit ei­ne »von al­len Sei­ten her­ankrie­chen­de Un­ru­he«, die »epi­de­misch um sich« grei­fe.

Da­her plä­diert sie wei­ter­hin für die Mög­lich­kei­ten der Li­te­ra­tur. Da­bei ist sie ge­gen die Di­cho­to­mie von wahr und falsch. Li­te­ra­tur be­gin­ne dann, «wenn wir ver­such­ten, Er­eig­nis­se mit­hil­fe un­se­res Er­fah­rungs­schat­zes zu ver­ste­hen und ein­zu­ord­nen, al­so beim Über­gang von der Fra­ge ›Was ge­schah dann?‹ zur Fra­ge ›War­um ge­schah es?‹– selbst wenn wir die­se Fra­ge im­mer wie­der mit ei­nem simp­len ›Ich weiß es nicht‹ be­ant­wor­ten soll­ten.« (Dies könn­te man ganz gut als Kom­men­tar auf die un­säg­li­che Dis­kus­si­on um die Ju­go­sla­wi­en-Tex­te Pe­ter Hand­kes an­läss­lich sei­ner No­bel­preis-No­mi­nie­rung an­wen­den.)

Tokar­c­zuk be­harrt dar­auf, dass nur die Li­te­ra­tur »tief in das Le­ben ei­nes an­de­ren We­sens« ein­drin­gen kön­ne. Aber die einst be­frei­en­de »Ich«-Fokussierung er­weist sich als Sack­gas­se. Wie kann das »un­kom­mu­ni­ka­ti­ves Ge­fäng­nis des ›Ich‹« ge­sprengt wer­den? Es ist die Su­che nach den »Grund­fe­sten für ei­ne neue Uni­ver­sal-Er­zäh­lung […] für ei­ne ganz­heit­li­che, all­um­fas­sen­de, in der Na­tur ver­wur­zel­te Nar­ra­ti­on, die die un­ter­schied­lich­sten Kon­tex­te mit ein­be­zieht und den­noch ver­ständ­lich bleibt.« Der Traum ist ein »neu­er Er­zäh­ler – ein Er­zäh­ler in der ‘vier­ten Per­son’«, der »die Per­spek­ti­ve sämt­li­cher Fi­gu­ren mit ein­nimmt und zu­gleich den Ho­ri­zont je­der ein­zel­nen über­schrei­tet, der mehr und wei­ter sieht, der die Zeit au­ßer Acht las­sen kann.«

Mehr­mals ver­wen­det Tokar­c­zuk das Wort »viel­leicht« – die Such­be­we­gung noch un­ter­strei­chend. Viel­leicht ist das Bruch­stück­haf­te, das Frag­ment die Lö­sung? Wä­re das, so über­legt man sich, die Ab­kehr des Ro­mans als gro­ßer Ge­sell­schafts­er­zäh­lung? Viel­leicht wä­re, so Ol­ga Tokar­c­zuk, ei­ne Art »Neo-Sur­rea­lis­mus« die Lö­sung, der »nicht die Kon­fron­ta­ti­on mit dem Pa­ra­do­xen scheu­en und die sich ge­gen die simp­le Ein­ord­nung nach Ur­sa­che und Wir­kung sträu­ben« wür­de? Am En­de wagt sie es dann auch noch »sich auf die ge­schlos­se­nen Struk­tu­ren der My­tho­lo­gie zu be­sin­nen«, die »dem Zu­stand der Un­be­stimmt­heit, in dem wir heu­te le­ben, zu ei­nem Ge­fühl der Sta­bi­li­tät bei­tra­gen« könn­te. Da denkt man an die Er­zäh­le­rin des Fle­der­maus-Ro­mans und de­ren my­thisch-eso­te­ri­sches Welt­bild. Das kann al­ler­dings höch­stens als Ka­ri­ka­tur (oder Ab­schreckung?) ge­meint sein.

Wie passt die­ser An­spruch zu je­nem In­ter­view, wel­ches un­mit­tel­bar nach der Be­kannt­ga­be des No­bel­prei­ses im Deutsch­land­funk Kul­tur mit zwei Tokar­c­zuk-Über­set­zern – Lo­thar Quin­ken­stein und die Schrift­stel­le­rin Esther Kin­sky – ge­führt wur­de? Kin­sky goss da­bei Was­ser in den auf­ge­tisch­ten Wein zur Fei­er­stun­de, in dem sie de­zi­diert Stel­lung ge­gen die Spra­che von Tokar­c­zuk, ins­be­son­de­re in de­ren »Ja­kobs­bü­chern«, be­zo­gen hat­te. Sie hat­te es ir­gend­wann ab­ge­lehnt, ih­re Bü­cher wei­ter zu über­set­zen; es sei­en Auf­trags­ar­bei­ten ge­we­sen. Der Ge­sprächs­lei­ter war wohl über­rascht, als Kin­sky von ei­nem »Sam­mel­su­ri­um […] von ver­schie­de­nen Bei­trä­gen« sprach, »in de­nen ich über­haupt kei­ne Li­nie, Struk­tur er­ken­nen konn­te.« Tokar­c­zuk pro­fi­tie­re, so Kin­sky, von den Über­set­zun­gen, wo­bei sie aus­drück­lich Quin­ken­stein und Li­sa Pal­mes her­aus­hob (ei­ne Mög­lich­keit, die in­di­rekt auch in ih­rem Über­set­zungs­es­say an­klingt).

Man kommt da­nach wohl nicht um­hin, sich ir­gend­wann an die fast 1200 Sei­ten der »Ja­kobs­bü­cher« her­an­zu­wa­gen.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Uff, die Rede/Reflexion über die Va­ri­an­ten des Er­zäh­lens resp. Auf­fas­sens von Ge­schich­ten und »Se­ri­en« ist ein biss­chen chao­tisch. Da wünscht man sich ei­ne ana­ly­ti­sche Li­te­ra­tur­theo­rie, die noch nicht jeg­li­chen Ord­nungs­sinn auf­ge­ge­ben hat.
    Die Un­ter­schei­dung von pa­ra­bo­li­scher Er­zäh­lung und Ich-Kon­ver­si­on kann ich nach­voll­zie­hen. Klar, mit dem er­zäh­le­ri­schen Ich ge­winnt man Zu­gang zu ei­nem zen­tra­len mo­der­nen Er­fah­rungs­be­reich: dem Über­gang zwi­schen Ich und Du, den glück­li­chen und tra­gi­schen Er­eig­nis­sen an der »Gren­ze«. Und man ver­liert die Fas­zi­na­ti­on für die Er­eig­nis­se, so­wie den ka­thar­ti­schen Schrecken der Kau­sa­li­tät, etc.

    Aber wie kann man von ei­nem Er­zäh­ler der Drit­ten Art spe­ku­lie­ren, gram­ma­ti­ka­lisch der Vier­ten Per­son Sin­gu­lar?!

    Ich ha­be da­zu of­fen ge­sagt kei­ne Idee. Es ist doch so: der Ich-Er­zäh­ler ver­schluckt im wört­li­chen Sinn den auc­tor uni­ver­sa­lis. Der Spre­cher wird mo­no­ton (ein­sam), und ge­winnt nur über sei­ne wei­te­ren Fi­gu­ren bzw. die ei­ge­ne psy­cho­lo­gi­sche Viel­schich­tig­keit ei­ne ge­wis­se Brei­te. Er re­prä­sen­tiert nicht die all­ge­mei­ne Mensch­lich­keit, aber ei­nen be­stimm­ten Kom­plex an Er­fah­run­gen, der ei­nem »viel­leicht« be­kannt vor­kommt.
    Na­tür­lich ver­ste­he ich das An­lie­gen von Tokar­c­zuk: der Welt-Be­griff löst sich da­bei auf. Das Ich ist und bleibt lo­kal, sein Au­ßen ist un­be­grenzt und to­tal. Aber ge­nau des­we­gen gibt es kei­ne Syn­the­se hö­he­rer Art. Das sind zwei ver­schie­de­ne Geo­me­trien, die sich nicht in Que­re kom­men.
    Oder meint sie: aus­ge­rech­net da­mit ha­ben sich die Er­zäh­ler »klein ge­macht«, sind un­in­ter­es­sant ge­wor­den zu ei­nem Zeit­punkt, wo sie kul­tu­rell an Bo­den ver­lie­ren, et­wa durch den Ein­satz un­säg­li­cher Er­zäh­lungs­tech­ni­ken wie die Strea­ming-Se­rie?!
    Kann ich nach­voll­zie­hen. Aber die vi­su­el­le Er­zäh­lung aus den in­ter­na­tio­nal ex­pan­die­ren­den Bild-Ton-Strick­wer­ken ist nicht nur we­ni­ger an­spruchs­voll für die »ein­füh­len­de Per­zep­ti­on«, sie setzt auf die völ­li­ge In­kon­si­stenz der Fi­gu­ren und die völ­li­ge Ab­we­sen­heit von so­zia­ler In­tel­li­genz beim Zu­schau­er. Des­halb fin­de ich den Ver­gleich mit der Li­te­ra­tur bei­na­he wohl­wol­lend. Tat­säch­lich sagt uns die­ser Un­ter­hal­tungs­trend doch gar nichts über die Zu­kunft der Er­zäh­lun­gen.

  2. Der neue Er­zäh­ler­ty­pus ist mir auch ein Rät­sel. Den Ver­gleich Strea­ming­se­rie / Li­te­ra­tur macht sie, weil er oh­ne­hin in den Feuil­le­tons kur­siert. Zwi­schen­zeit­lich hat­te man ja den Ein­druck, die »gro­ßen Er­zäh­lun­gen« fin­den nur mehr als »Se­rie« statt.

    Was Tokar­c­zuk von der Tran­ce­wir­kung be­rich­tet, hal­te ich für sehr tref­fend. Das ist im üb­ri­gen der Un­ter­schied zur Li­te­ra­tur. Das Le­sen ist de­fi­ni­tiv schwie­ri­ger als Fern­seh­schau­en. Ich glau­be, der Trend zur Fern­seh- bzw. Strea­ming­se­rie hat da­mit zu tun, dass man im­mer we­ni­ger die Strecke ei­nes »dicken Bu­ches« aus­hält und sich lie­ber von den Bil­dern wei­ter­tra­gen lässt.

    Ich ver­mu­te, dass an­spruchs­vol­le Li­te­ra­tur in 20 oder 30 Jah­ren nur mehr ein Ni­schen­phä­no­men sein wird. Von der Ger­ma­ni­stik hö­re ich, dass dort im­mer we­ni­ger Pri­mär­tex­te in Gän­ze ge­le­sen wer­den. Die Un­ter­hal­tungs­li­te­ra­tur wird wei­ter Ab­neh­mer fin­den, aber auch das wird we­ni­ger wer­den. Es gibt ein­fach zu vie­le an­de­re, schein­bar locken­de­re Frei­zeit­mög­lich­kei­ten.

  3. Die öf­fent­li­che Re­so­nanz auf Li­te­ra­tur nimmt ab – es geht von be­reits sehr nied­ri­gem Ni­veau aus wei­ter her­un­ter. Man muss se­hen, was Li­te­ra­tur kann, und was an­de­re Me­di­en lei­sten. Der ex-Preis­kämp­fer und Ko­mi­ker Joe Ro­gan hat ge­ra­de ei­nen 100 Mil­lio­nen Dol­lar Deal mit spo­ti­fy ab­ge­sschloss­sen. Das ist auch netz­po­litissch wich­tig, weil Google/YouTube zu­neh­mend zen­sie­ren. Si­mon Strauß hat kürz­lich wohl­wol­lend in der FAZ be­rich­tet über das In­tel­lec­tu­al Dark Web und sei­nen Preis­kämp­fer Ro­gan und – - – -

    Zletzt wur­de bei You­Tube die groß­ar­ti­ge Kri­mi­no­lo­gin Hea­ther Mac Do­nald zen­siert, wg. Geo­ge Floyd. Un­glaub­lich. Die an­ti­ras­si­sti­schen Fak­ten­checker schrit­ten ein – - – in will­kür­li­cher Wei­se. Mot­to – was nicht passt, wird ger­ne mal ku­jo­niert. Vie­le Na­del­sti­che ma­chen die Leu­te mü­de...

    Joe Ro­gan’ Ex­pe­ri­ence (cf. Ji­mi Hneddrix’ Ex­pe­ri­ence – cf. Mi­cha­el rutschky’s Es­say­band Er­fa­hungs­hun­ger) macht den so­kra­ti­schen in­ti­men Dia­log zu ei­nem Mas­sen­er­eig­nis. Drei Stun­den kann das ge­hen – und ich hab’ das ein paar­mal bis zum Schlusss in­ter­es­siert an­ge­hört. So­was ko­stet Le­ser, weil die Men­schen nur ei­nen Kopf auf­ha­ben, und wenn sie den den Pod­ca­stern lei­hen – Da­ve Ru­bin, Ben Shapi­ro etc. pp. – - – - Sam Har­ris – Dann bleibt für Bü­cher we­ni­ger üb­rig. Pod­casts hö­ren kann man beim Bü­geln und beim Staub­saugen und beim Ra­sen­mä­hen und beim Autofahren...Joe Ro­gan hat hun­der­te Mil­lio­nen Zu­grif­fe, die Leu­te mö­gen das.

    Fil­mi­sches Er­zäh­len ist in vie­len Fäl­len dem schrift­li­chen Er­zäh­len über­le­gen. Die Zu­schau­er mer­ken das und be­vor­zu­gen op­ti­sche Me­di­en für die Tran­ce und die Un­ter­hal­tung usw. (um sich die Welt an­zu­gucken), und die Pod­casts er­le­di­gen das Dis­kur­si­ve. Das ist ei­ne Auf­ga­ben­tei­lung, die of­fen­bar funk­tio­niert.

    Da­ne­ben funk­tio­niert der wis­sen­schaft­li­che Blog. (Ja­mes Thomp­son – Psy­cho­lo­gi­cal Com­men­ter) und – Clai­re Leh­manns Welt­wun­der Quil­let­te. Twit­ter funk­tio­niert auch gut. Mal gucken bei Ste­ve Ste­wart-Wil­liams oder No­ah Carl oder Jay­man usw. – Nor­bert Bolz – oder Mar­kus Schär, ein ru­hi­ger und nie­der­fre­quen­ter Schwei­zer Twit­te­rer. – Das al­les ko­stet oben­drein fast nichts oder gar nichts.

    Bei den Zei­tun­gen ge­hen zu­dem die Er­lö­se run­ter. Vie­le ha­ben Angst, dass es sie als Näch­ste trifft. Tat­sa­che ist, so man­che Edel­fe­der, die es traf, sah sich da­nach ma­te­ri­ell um Wel­ten schlech­ter ge­stellt als zu­vor bei Es­qui­re oder dem Play­boy oder wo auch im­mer. Ein Bei­spiel ist der blog head­but­ler, der von so ei­nem ex-Edel­schrei­ber na­mens Korn­blum nun be­trie­ben wird; man merkt, dass der kämpft – auch we­gen des plötz­li­chen schutz­lo­sen Au­ßen­sei­ter-Sta­tus. Er schreibt auch schon mal Re­zen­sio­nen po­pu­lä­rer Bü­cher auf Ama­zon – ver­mut­lich, um Le­ser für sei­nen Blog an­zu­locken. Die jun­gen bei den Zei­tun­gen ha­ben kaum Lieb­lin­ge oder so­zu­sa­gen ge­hei­me Lei­den­schaf­ten – Au­torin­nen, für die sie wie­der und wie­der ein­tre­ten. Die Sze­ne ver­leirt die Dring­lich­keit. Ge­schwärmt wird fast nur über – - – op­tis­sche Me­di­en, vom Co­mic bis zur Film-Se­rie usw.

    Der Ro­man kann im­mer noch was, was an­de­re Me­di­en nicht kön­nen. Jo­na­than Fran­zen und – Her­mann Pe­ter Pi­witt (doch doch) und Bo­tho Strauß usw. ha­ben Halt­ba­res da­zu ge­sagt. Auch Eck­hard Hen­scheid und Ger­hard Hen­schel. Tom Wol­fe!

    Der wich­tig­ste Un­ter­schied zum Film ist der, dass der Ro­man a) in den Kopf ei­nes Prot­ago­ni­sten blicken kann. Und dass er b) Luft hat für dis­kur­si­ve Pas­sa­gen. Dass er aber we­der Sounds noch Bilder/Szenen di­rekt trans­por­tiert. Au­torin­nen usw., die Ro­ma­ne schrei­ben oh­ne die­se Din­ge hin­rei­chend zu be­rück­sich­ti­gen, sind zum Schei­tern oder zum Ni­schen­da­sein ver­ur­teilt.

    Ol­ga Tokar­c­zu­ks of­fen­bar ge­müt­li­cher Kri­mi »Ge­sang der Fle­der­mäu­se« könn­te ei­ne in­ter­es­san­te Lek­tü­re sein. Ih­re Er­zähl­theo­rie ist zu idio­syn­kra­tisch, um über­zeu­gend zu sein. – Ich wer­de in mei­ner Stamm­buch­hand­lung mal in ih­ren Kri­mi rein­le­sen. Dan­ke dem Blog­her­ren Gre­gor Keu­sch­nig für die Re­zen­si­on.

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