Pe­ter Hand­ke: Das zwei­te Schwert

Und wie­der so ein »Aben­teu­er­buch« von Pe­ter Hand­ke. In den 1980er Jah­ren be­gan­nen sie, die Er­zäh­lun­gen vom Auf­bruch in ein neu­es Le­ben, das, was man En­t­­wick­­lungs- oder, ge­nau­er: Ver­wand­lungs­ro­ma­ne nen­nen könn­te. Prot­ago­ni­sten ver­lie­ßen wie ei­nem in­ne­ren Zwang ge­hor­chend ihr an­ge­stamm­tes Da­sein, be­reit für Neu­es. Die In­ten­tio­nen wa­ren nur zu er­ah­nen. Al­lei­ne als Ein-Mann- oder Ein-Frau-Ex­­pe­­di­tio­­nen ...

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Wie ein Kom­men­tar im Per­len­tau­cher »ver­schwin­det«

Am 15.11.2019 ver­link­te der Per­len­tau­cher (»efeu«) ei­nen Text von Pe­ter Ma­ass, in dem u. a. auf mein Buch über Pe­ter Hand­ke und Ju­go­sla­wi­en Be­zug ge­nom­men wur­de. Der Per­len­tau­cher zi­tier­te Ma­ass’ Text, der be­haup­tet, ich (und Kurt Grit­sch) hät­ten die »Ju­ro­ren« be­ein­flusst, Pe­ter Hand­ke den No­bel­preis zu­zu­spre­chen. Das En­ga­ge­ment von PR-Agen­tu­ren wie Ru­der Finn für Kroa­ti­en, Bos­ni­en-Her­ze­go­wi­na und den Ko­so­vo wur­de von Ma­ass als Ver­schwö­rungs­theo­rie dar­ge­stellt.

Dar­auf­hin schrieb ich so­fort ei­nen Kom­men­tar un­ter der Pres­se­schau, der auch zu le­sen war. So­eben frag­te mich ein Freund, wo denn mein Kom­men­tar im Per­len­tau­cher ste­hen wür­de. Über­rascht muss­te ich fest­stel­len, dass er dort zwar in der Kom­men­tar­box ge­teasert ist, aber nicht er­reich­bar. Dar­auf­hin schrieb ich ihn noch ein­mal. Dies­mal er­scheint er, wenn auch nicht so­fort.

Of­fen­sicht­lich ist der Per­len­tau­cher bzw. sei­ne Re­dak­ti­on nicht an Rich­tig­stel­lun­gen und Wahr­hei­ten in­ter­es­siert. Da­mit wer­den ele­men­ta­re Re­geln des Pres­se­ko­dex ver­letzt. Die Per­len, die da ge­fischt wer­den, sind lei­der Tal­mi.

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Pe­ter Hand­ke und der No­bel­preis

Nur ein Link für Le­ser: Mein Text für die öster­rei­chi­sche Wo­chen­zei­tung »DIE FURCHE«: »Kein Be­woh­ner des El­fen­bein­tums« Gro­ßer Dank an Bri­git­te Schwens-Har­rant, die die­sen um­fäng­li­chen Text mög­lich ge­macht hat. Das ist heut­zu­ta­ge sel­ten. .-.-.-.- Ei­ne groß­ar­ti­ge Po­le­mik über die wohl­fei­len bis ag­gres­si­ven Han­d­ke-Kri­ti­ker fin­det sich bei Ber­sa­rin: Pe­ter Hand­ke und die kar­gen Le­mu­ren. Auf Spie­­gel-On­­li­ne ...

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Frank Ja­kub­zik: Ge­fühl­te Zu­ver­sicht

Vor drei Jah­ren er­schie­nen mit »In der mitt­le­ren Ebe­ne« 17 Er­zäh­lun­gen von Frank Ja­kub­zik. Sie sei­en, so der Un­ter­ti­tel, »aus den ka­pi­ta­li­sti­schen Jah­ren« und han­del­ten von »Sa­les­lem­min­gen« und »klinkenputzende(n) No­ma­den«, evo­zier­ten mit gro­ßer Ge­n­au­ig- und Be­hut­sam­keit die Me­lan­cho­lie der zu Ver­kaufs­au­to­ma­ten de­gra­dier­ten An­ge­stell­ten, die auf der Au­to­bahn, in muf­fi­gen Ho­tel­zim­mern oder ste­ri­len Kon­fe­renz­räu­men agie­ren müs­sen ...

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Der Som­mer mit Ge­or­ges Si­me­non

[...] Den Le­sern die­ser Zei­len muss klar sein, dass ich in den letz­ten sechs Wo­chen nur ei­nen klei­nen Teil des Wer­kes von Ge­or­ges Si­me­non ge­le­sen ha­be. Da die Neu­aus­ga­ben von Die Ver­lo­bung des Mon­sieur Hi­re und Die Fan­to­me des Hut­ma­chers noch et­was auf sich war­ten las­sen, wur­den die Dio­­ge­­nes-Bü­cher von En­de der 1990er Jah­re her­an­ge­zo­gen. ...

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Freund­li­che Waf­fen

Schon in Pe­ter Hand­kes No­tiz­bü­cher der 1970er Jah­re fin­den sich ver­ein­zelt Zeich­nun­gen des Schrift­stel­lers, wie man auf der Sei­te Hand­ke­on­line bei­spiel­haft se­hen kann. Fast le­gen­där sei­ne Skizze(n) des ge­ra­de ver­stor­be­nen Freun­des Ni­co­las Born. Nur sel­ten fin­det man Hand­kes Zeich­nun­gen in sei­nen Bü­chern, wie in »Ab­schied des Träu­mers vom Neun­ten Land« oder dem hei­te­ren Mär­chen »Lu­cie ...

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Vom rich­ti­gen Über­le­ben im fal­schen

Man­che Ver­lags­an­kün­di­gun­gen ha­ben eher ab­schrecken­de Wir­kung. So be­wirbt der Suhr­­kamp-Ver­­lag die Neu­auf­la­ge des 1949 bzw. 1950 er­schie­ne­nen Ro­mans »Die Ga­lee­re« von Bru­no E. Wer­ner da­mit, dass 70 Jah­re nach des­sen Er­schei­nen der heu­ti­ge Le­ser be­reit sei, die­ses Buch wie sei­nen »ei­ge­nen Ro­man« zu le­sen. Oh­ne Ant­wort bleibt die Fra­ge nach dem Ur­he­ber des Zi­tats. Die ...

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Das Ge­setz des Le­sens

Es gibt Bü­cher, de­nen man nicht ge­wach­sen ist. We­nig­stens nicht so­fort. Man liest sie, aber es fällt ei­nem nichts da­zu ein. Oder es fällt ei­nem zu­viel ein. Zu­viel, was man nicht auf­schrei­ben kann oder will. Ein sol­ches Buch ist »Der Idi­ot des 21. Jahr­hun­derts« von Mi­cha­el Klee­berg. Ich be­kam es im Au­gust letz­ten Jah­res zu­ge­schickt. ...

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