Wie die Buch­blog­ger-Sze­ne sich zu­erst eman­zi­pier­te...

und dann tri­via­li­sier­te. Ei­ni­ge per­sön­li­che Be­mer­kun­gen zum au­to­di­dak­ti­schen Schrei­ben über Li­te­ra­tur.

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4 Kommentare zu »Wie die Buch­blog­ger-Sze­ne sich zu­erst eman­zi­pier­te...«:

  1. Phorkyas sagt:

    Su­pi !

    Ge­lun­ge­ner Rund­um­blick – »hi­sto­risch«, wie in das wei­te Blog­pan­ora­ma aus­ho­lend. Und fängt für mich auch ein we­nig die­ses Ge­fühl ein, dass die mei­sten der Blogs, die mich in­ter­es­sie­ren, so lang­sam aus­plät­schern. – Nur der Herbst und Sie wer­den die Stan­dar­te des Blog­gens noch hoch hal­ten, wenn der Rest der Di­gi­tal­zom­bies über Bio­im­plan­ta­te te­le­pa­thiert. Oder es fischt ein Ger­ma­ni­stik-Dok­to­rand aus den Web-Ar­chi­ven, wer weiß?

    #1

  2. Das An­ar­chi­sche des Blog­gens, das nicht zu ei­nem Be­trieb ge­hö­ren, auch wenn ich viel­leicht ein an­de­res Wort ver­wen­det hät­te, kann man in Be­zug zu »ama­re« und »delec­ta­re« (Ama­teur, Di­let­tant) set­zen und zwar po­si­tiv ver­stan­den: Sich ei­ner Sa­che um ih­rer selbst zu­wen­den, sie lie­ben, schät­zen, sich an ihr er­freu­en (und des­halb auch Qua­li­tät ein­for­dern). Sti­li­stisch und struk­tu­rell zeigt sich das, wie es im Text an­klingt, in ei­ner Ei­gen­stän­dig­keit, die ent­ge­gen dem Üb­lich­ge­wor­de­nen, ei­nen an­de­ren Weg geht, der durch­aus ein­mal holp­rig, mä­an­dernd und aus­ufernd sein kann (Auf den Jour­na­lis­mus ge­wen­det: War­um soll­te ein Blog­ger den­sel­ben Stil, den man fast über­all fin­det, nach­ah­men?). Man könn­te so­gar noch wei­ter ge­hen und den Blog als ei­ne Ni­sche, die sich dem all­ge­gen­wär­ti­gen Nütz­lich­keits- und Funk­tio­na­li­täts­den­ken ent­zieht, ver­ste­hen (von da­her kann ei­ne mög­lichst gro­ße Zahl an Le­sern gar nicht das Ziel sein).

    Jetzt kann man fol­gern, dass wir in ei­ner kon­for­mi­sti­sche­ren Zeit le­ben, als noch vor et­wa 10 Jah­ren und dass das Blog­gen des­halb we­nig in­ter­es­siert: Zu­stim­mung und Ge­sin­nungs­ge­mein­schaft sind wich­ti­ger als Wi­der­spruch, ist das der Kern der Ent­wick­lun­gen, die die so­ge­nann­ten so­zia­len Me­di­en mit sich brach­ten und brin­gen?

    Wo­bei ich zu­ge­ben muss, dass ich selbst nur noch sehr we­ni­ge Blogs le­se, ich bin mir nicht ganz si­cher war­um, so­zia­le Me­di­en mei­de ich, die Zeit ist es nicht, wahr­schein­lich sind mir an­de­re Din­ge wich­ti­ger.

    #2

  3. Ja, lie­ber me­tep­si­lo­n­e­ma, das ist al­les rich­tig. Vor al­lem das mit der kon­for­mi­sti­schen Zeit, was ja ei­gent­lich ein Wi­der­spruch zu der so­ge­nann­ten In­ter­net-Re­vo­lu­ti­on sein soll­te. Aber al­les hat­te sein Zeit. Die Strick- und Hä­kel­blogs, all die vie­len klei­nen Hob­by­blogs, die ei­ne klei­ne, schö­ne, vir­tu­el­le Ge­mein­schaft stif­ten, sind durch lä­cher­li­che EU-Ge­setz­ge­bun­gen be­droht und ge­ben auf (ob des­we­gen, ist nicht im­mer ein­deu­tig). An­de­re be­nutz­ten ih­re Blogre­prä­sen­tanz um in die klas­si­schen Me­di­en Ein­lass zu fin­den.

    Und ist nicht ir­gend­wann al­les ge­sagt?

    #3

  4. Ja, viel­leicht (aber eher sel­ten). — Über An­ti-EU Ti­ra­den braucht sich al­ler­dings nie­mand mehr wun­dern.

    #4

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