Vor einigen Tagen war es wieder soweit: Der österreichische Germanistik-Professor Klaus Kastberger stellte auf Facebook Fotos online, auf denen ein ein Reh zu sehen ist, welches sich seinem Grundstück schüchtern nähert. Von Fall zu Fall sieht man das Reh recht gern und ich dachte, dass dieses Reh von Herrn Kastberger häufiger zu sehen ist als Literaturkritik im deutschen Fernsehen. Was aktuell ja ein Thema ist.
Zugegeben, dass neulich erschienene Buch über Literaturkritik habe ich nicht gelesen und es war wieder Klaus Kastberger, der monierte, dass nicht einmal die Veranstaltung des Bachmann-Preises vorkommt und ich dachte mir, dass bei aller Häme, die dieser Wettbewerb so erfährt, tatsächlich hier noch Momente von Literaturkritik aufpoppen, was natürlich stark an den jeweiligen Juror, die jeweilige Jurorin gebunden ist. Aber sonst?
Der Anlass dieser Gedanken ist jene Causa Denis Scheck gegen Elke Heidenreich bzw. Sophie Passmann und Ildikó von Kürthy. Frau Heidenreich spielte sich wieder einmal als Statthalterin der Literatur im Fernsehen auf, fordert die Absetzung von Druckfrisch und führt nicht nur Schecks flotte Sprüche zu den Bestsellern von Passmann und Kürthy an, sondern kritisiert auch – und jetzt wird es wirklich lustig – das Scheck noch »nie ein kluges Buch« publiziert habe und ich dachte mir (ich dachte recht viel, scheint mir), dann gibt es ja da durchaus Gemeinsamkeiten zwischen Euch und das ist ja mindestens mal ein Anfang.