S. U. Bart: Good­bye Bis­marck

»Die über­grei­fen­de Ver­bin­dungs­li­nie von 1871 und 1990, al­so von na­tio­na­ler Ver­ei­ni­gung und Wie­der­ver­ei­ni­gung, fand schließ­lich in Ham­burg ih­ren sinn­fäl­li­gen Aus­druck in Form ei­nes eph­eme­ren Denk­mals be­son­de­rer Art: Ein ‘Kom­man­do Hei­ner Geiß­ler’ aus der au­to­nom-al­ter­na­ti­ven Sze­ne hat­te des Nachts dem Bis­marck-Denk­mal von Le­de­rer ei­nen Hel­mut Kohl-Kopf über­ge­stülpt und so die deut­schen Ei­ni­gungs­kanz­ler zur hi­sto­ri­scher Ein­heit ver­schmol­zen.« Die­ses Zi­tat stammt aus dem Auf­satz »Trup­pen­tri­umph und Kai­ser­kult – Eph­eme­re In­sze­nie­run­gen in Ham­burg« von Ro­land Jae­ger aus dem Buch »Mo(nu)mente« (her­aus­ge­ge­ben von Mi­cha­el Diers). Jae­ger nimmt Be­zug auf ein wah­res Er­eig­nis: tat­säch­lich wur­de an­läss­lich der Ver­ei­ni­gungs­fei­ern am 3. Ok­to­ber 1990 dem Kopf Bis­marcks ei­ne Hel­mut Kohl-Mas­ke über­ge­stülpt.

S. U. Bart: Goodbye Bismarck

S. U. Bart: Good­bye Bis­marck

Zwei­fel­los ein Hu­sa­ren­stück (das Denk­mal ist über 30 Me­ter hoch!), hier ver­stan­den als kurz­le­bi­ges Kunst­ob­jekt mit po­li­ti­scher In­ten­ti­on. Es ist die Grund­la­ge für Ste­pha­nie Barts Ro­man »Good­bye Bis­marck« (nun ja, der Nach­klang zu »Good­bye Le­nin« ist wohl durch­aus ge­wollt). Klu­ger­wei­se weist die Au­torin (die S. U. Bart ge­nannt wer­den möch­te) am An­fang dar­auf hin, dass es sich zwar um »nack­te, sau­ber re­cher­chier­te Tat­sa­chen« han­de­le von de­nen sie je­doch »man­che mit Macht und Be­dacht ver­dreht ha­be«. Und glück­li­cher­wei­se sind wohl ei­ni­ge »Er­fin­dun­gen« dar­un­ter, »die we­der mit den Wahr­hei­ten noch mit den Wirk­lich­kei­ten von da­mals ir­gend­et­was zu tun ha­ben«.

Ul­rich Held, Jahr­gang 1954, Ein­zel­kind aus wohl­ha­ben­der Fa­mi­lie (der Va­ter ist Uni­ver­si­täts­pro­fes­sor), ver­schwand nach dem Ab­itur erst ein­mal mit ei­nem Zir­kus und führt nach ei­ni­gen Wir­ren mehr oder we­ni­ger en­thu­sia­stisch ein Fahr­rad­ge­schäft in Ham­burg. Helds Schul­freund Jens Dikupp ist in­zwi­schen nach ei­ni­gem »Su­chen« ein biss­chen eta­bliert als »al­ter­na­ti­ver« Tisch­ler (so­gar mit Frau und vier­jäh­ri­gem Sohn). Bei­de wer­den trotz ih­res ei­ni­ger­ma­ßen fort­ge­schrit­te­nen Al­ters im­mer noch in die (sie­he oben) »au­to­nom-al­ter­na­ti­ve Sze­ne« ein­ge­ord­net – min­de­stens wähnt man sie noch als Sym­pa­thi­san­ten und im wei­te­ren Um­feld die­ser Sze­ne, de­ren Hel­den sie nie wa­ren und des­sen heu­ti­ges Le­ben ih­nen ge­nau so fremd ist wie das de­rer, de­nen sie einst ent­flie­hen woll­ten. So muss Jens sei­nem weib­li­chen Lehr­ling er­klä­ren, war­um die Werk­statt auch von ihr ge­fegt wer­den muss, ob­wohl man dar­aus nicht di­rekt et­was lernt. Und Ul­richs Fahr­rad­la­den kann wohl nur mit ver­steck­ter Un­ter­stüt­zung des El­tern­hau­ses über­le­ben, denn die nicht un­be­dingt kun­den­freund­li­chen Öff­nungs­zei­ten und Ul­richs Wei­ge­rung bei­spiels­wei­se bat­te­rie­be­trie­be­ne Be­leuch­tungs­sy­ste­me von Fahr­rä­dern zu ver­kau­fen (öko­lo­gi­sche Grün­de!) sind – um es freund­lich zu for­mu­lie­ren – un­ge­wöhn­lich.
So ganz sind sie al­so noch nicht in der bür­ger­li­chen Ge­sell­schaft an­ge­kom­men, ob­wohl sie längst kei­ne Bür­ger­schrecks mehr sind (und es auch nie wa­ren). An­ge­regt durch Jens’ Schwä­ge­rin Kath­rin, Stu­den­tin der Kunst­ge­schich­te, die ei­ne Haus­ar­beit über das Bis­marck-Denk­mal ver­fasst hat und in ei­ner end­lo­sen Sua­da ih­re Er­kennt­nis­se nebst ei­ner Por­ti­on Klas­sen­kampf zum be­sten gibt, kom­men Ul­rich und Jens an ei­nem Früh­som­mer­tag im Mai 1990 auf ei­ne tol­le Idee: Zum sich ab­zeich­nen­den Er­eig­nis der Wie­der­ver­ei­ni­gung kra­men sie noch ein­mal ih­ren sub­ver­si­ven po­li­ti­schen Elan her­aus und be­schlie­ßen das Ge­sicht des Reichs­kanz­lers mit ei­ner Mas­ke von Hel­mut Kohl zu ver­hül­len. Auf das al­le die Par­al­le­len (und Un­ter­schie­de) er­ken­nen mö­gen.

»Kom­man­do Hei­ner Geiß­ler«

Bismarck mit Kohl Maske (c S. U. Bart bzw. NDR)

Bis­marck mit Kohl Mas­ke (c S. U. Bart bzw. NDR)

Der ober­ste Denk­mal­schüt­zer Ham­burgs, Erich Huld, ist, nach­dem er da­von in Kennt­nis ge­setzt wur­de, durch­aus ein Sym­pa­thi­sant der Ak­ti­on, be­treibt er doch zu­sam­men mit sei­ner ame­ri­ka­ni­schen Frau He­len ei­ne (pri­va­te) Do­ku­men­ta­ti­on über eph­eme­re Kunst (Ar­chi­ve of Eph­eme­ral Art bzw. Ar­chiv kurz­le­bi­ger Kunst – Kurz­form: AEA/AkK), in der na­tür­lich die­ses Er­eig­nis präch­tig zu in­te­grie­ren ist. Wun­der­bar, wie die­se Fi­gur an sei­nem Schreib­tisch leicht dö­send im Chef­ses­sel vor­ge­stellt wird und in ei­nem Tag­traum noch ein­mal ei­ne Kunst­per­for­mance vom 22.11.1966 von Ian Ur­rit re­ka­pi­tu­liert. Al­lei­ne die­se Schil­de­rung ei­ner sich selbst ge­nüg­sa­men Pseu­do-Avant­gar­de ist herr­lich.

Und nun, 24 Jah­re spä­ter, im Ham­bur­ger Amt für Denk­mal­schutz, auf dem Schreib­tisch von Erich Huld, klin­gelt das Te­le­fon und Huld wird ob des Vor­falls in­for­miert und auf dem Weg zum Denk­mal geht ihm so ei­ni­ges durch den Kopf: Bis­marcks Macht-geht-vor-Recht-At­ti­tü­de, sein im­mer­wäh­ren­des Lieb­äu­geln mit dem Staatstreich. Sei­ne sprach­li­che Bril­lanz, Schrift­stel­ler hät­te er wer­den sol­len statt Kanz­ler. Kohl und die deut­sche Spra­che, nun ja. Wie groß und dick und macht­ver­ses­sen die­se bei­den. Bis­marck, der ak­tio­ni­sti­sche Ma­cher, Kohl der Aus­sit­zer. Die Reichs­grün­dung: drei oh­ne Not ge­führ­te Krie­ge und die kas­sier­te Na­tio­nal­be­we­gung. Die Kai­ser­krö­nung in Ver­sailles: ein tri­stes Ze­re­mo­ni­ell mit rot ge­fro­re­nen Na­sen und gro­ßer Be­tre­ten­heit. Die Ein­heit: der ab­ge­lei­te­te Auf­stand in der DDR. Der Bei­tritt: ei­ne Kin­der­ge­burts­tags-Ver­an­stal­tung mit ganz viel Kon­fet­ti. Der Le­ser seufzt lei­se: Hät­ten doch wei­land Gün­ter Grass’ Fi­gu­ren aus »Ein wei­tes Feld« we­nig­stens ge­le­gent­lich ei­nen sol­chen Ho­ri­zont be­ses­sen (aber – an­de­rer­seits: wie soll­ten sie auch?).

Huld ver­sucht mit al­len le­ga­len (be­am­ten­tech­ni­schen) Mit­teln die Be­sei­ti­gung der Kohl-Mas­ke zu ver­zö­gern (es sind dann letzt­lich zehn Ta­ge), wäh­rend­des­sen sei­ne Frau un­end­lich vie­le Fil­me des »ver­kohl­ten« Bis­marck ver­knipst, sich als Ame­ri­ka­ne­rin tarnt und da­bei Ham­bur­ger nach dem ko­mi­schen Denk­mal be­fragt und Zei­tungs- und Vi­deo­mit­schnit­te sam­melt, ja so­gar fik­ti­ve Ant­wor­ten des Bür­ger­mei­sters auf Erich Hulds Be­richt zur zü­gi­gen Be­sei­ti­gung des Är­ger­nis­ses ver­fasst (die­se je­doch – zum Be­dau­ern des Ehe­man­nes – nicht ar­chi­viert). Erich Huld re­zen­siert na­he­zu das »Be­ken­ner­schrei­ben« des Kom­man­dos Hei­ner Geiß­ler und hät­te es ei­gent­lich ger­ne sel­ber – und na­tür­lich bes­ser – ge­schrie­ben.

In den Rück­blen­den: Ul­rich und Jens’ Vor­be­rei­tun­gen; al­les ganz kon­spi­ra­tiv. Nie­mand er­fährt et­was, nicht ein­mal Jens’ Frau oder gar Kath­rin (die zwi­schen­zeit­lich ei­nen Stu­den­ten­job bei Erich und He­len Huld an­ge­nom­men hat­te und ih­nen bei der Ar­chi­vie­rung und Di­gi­ta­li­sie­rung des AEA/AkK hilft; mit ei­nem tra­gi­ko­mi­schen En­de). Sie scheu­en da­bei vor klei­ne­ren De­lik­ten nicht zu­rück. Ul­rich dringt mit ei­nem Zweit­schlüs­sel in sein El­tern­haus ein und ent­wen­det ei­nen Baum­woll­stoff (ei­ne Erb­schaft; eher Mit­gift); Jens und Ul­rich gie­ßen nicht nur Blu­men in Kath­rins Woh­nung wäh­rend ih­res Ur­laubs son­dern ver­sor­gen sich auch mit Ma­te­ria­li­en zum Bis­marck-Denk­mal. Es ist schon er­staun­lich, wie ih­nen al­le mög­li­chen Leu­te zu­ge­ar­bei­tet ha­ben, oh­ne es zu wis­sen: Der Bar­kee­per Ma­gi­ster dien­te ih­nen als Stich­wort­ge­ber und die ver­rei­sten Rei­ner und Ge­ert [»hal­fen«] mit ih­rer Klet­ter­aus­rü­stung. Al­les fliegt ih­nen zu, sie müs­sen nur noch die Hän­de auf­hal­ten, die Din­ge zu­sam­men­brin­gen und ih­nen dann ih­re ei­ge­ne Wen­dung ge­ben.

Da man da­mals nicht ganz ge­nau wis­sen konn­te, wann die Ver­ei­ni­gung kommt (si­cher war nur, dass sie ir­gend­wann kommt), muss­ten die Vor­be­rei­tun­gen zü­gig er­fol­gen. Jens übt das Zeich­nen der »Kohl-Bir­ne«, Ul­rich näht den »Sack« (…dein Sack ist ech­te deut­sche Wert­ar­beit.) Und in der Nacht vom Sams­tag auf den Sonn­tag (25./26. Au­gust) ver­lässt Ul­rich Held um 3.56 Uhr sei­ne Woh­nung. Er fährt zur Ge­ne­ral­pro­be und trifft Jens am Denk­mal. Kon­zen­triert und de­tail­liert be­stei­gen sie das Denk­mal; al­le Hand­grif­fe sit­zen. Bis­marcks Blick ist hohl und leer; hin­ter sei­nen Oh­ren wächst Moos. Und es ge­fällt Ul­rich aus­neh­mend gut, mit Jens zu­sam­men den Bis­marck be­wäl­tigt zu ha­ben. […] Jens? – Ja? – Ich brauch noch ’n Au­gen­blick. – Hast ’n Pro­blem? – Nö, is schön hier.

Ba­steln mit Filz im On­kel Ot­to

Ul­rich Held als Träu­mer – in der Ru­he liegt die Kraft. Und manch­mal macht er sich ein­fach ei­nen Jux, so zum Bei­spiel, als er sich in der Ver­län­ge­rung des WM-Ach­tel­fi­nal­spiels Ka­me­run ge­gen Ko­lum­bi­en (Je­der, der noch ei­nen Fun­ken An­stand im Leib hat, ist in die­ser WM für Ka­me­run) das Fahr­rad nimmt, fri­sche Luft schnap­pen geht und vor dem »On­kel Ot­to« ein­biegt. Die Be­woh­ner der Ha­fen­stra­ße und ih­re Freun­de sind sehr für Ka­me­run, ob­wohl auch Ka­me­run ei­ne Na­ti­on ist und sie an­son­sten sehr ve­he­ment ge­gen je­de Form von Na­tio­na­lis­mus sind. Auf ih­ren Haus­fas­sa­den be­ken­nen sie sich gar zu der Pa­ro­le, dass die Gren­zen nicht zwi­schen Na­tio­nen und Völ­kern ver­lie­fen, son­dern zwi­schen oben und un­ten. Beim Fuß­ball ist das na­tür­lich et­was ganz an­de­res, und wer das nicht ver­steht, dem kann man das auch nicht er­klä­ren. In der 105. Spiel­mi­nu­te kommt Ul­rich Held auf dem Trep­pen­ab­satz vor der Knei­pe an. Drin­nen, die Fen­ster sind ab­ge­dun­kelt, leuch­tet das Spiel­feld­grün. On­kel Ot­to ist rap­pel­voll und wird ge­ra­de eben to­ten­still. Ro­ger Mil­la ist am ball. Die Leu­te hal­ten die Luft an. Das wird was. Man spürt es. Ul­rich Held vor der Tür spürt es auch und nimmt sei­ne Fern­be­die­nung aus der Jacken­ta­sche. Man kann ge­ra­de noch Ro­ger Mil­la zum eins zu null ge­gen Ko­lum­bi­en an­set­zen se­hen, aber das eins zu null selbst sieht man nicht mehr, son­dern äl­te­re Da­men und Kin­der beim Ba­steln mit Filz. Es ist der Re­gio­nal­sen­der N3 mit ei­ner lie­be­voll ge­mach­ten Re­por­ta­ge über die »Ak­ti­on Se­nio­rin­nen« aus Oers­dorf bei Kal­tenk­ri­chen, die das Schö­ne mit dem Nütz­li­chen ver­bin­den, in­dem sie Kin­der von be­rufs­tä­ti­gen El­tern hü­ten, da­mit sich die Kin­der nicht auf der Stra­ße her­um­trei­ben, so­lan­ge die El­tern ar­bei­ten müs­sen. Was in der Fol­ge im On­kel Ot­to pas­siert, hat ei­ne ge­wis­se Ähn­lich­keit mit dem, was da­mals auf dem Po­li­ti­schen Ascher­mitt­woch in Pas­sau ge­schah. (Auch ei­ne die­ser Eu­len­spie­ge­lei­en, die ein­gangs er­zählt wird: Beim Po­li­ti­schen Ascher­mitt­woch der CSU in Pas­sau lö­sen Jens und Ul­rich mit Schil­dern mit der la­pi­da­ren Auf­schrift »So ist es« ei­ne be­trächt­li­che, in ih­ren Fol­gen nicht er­wart­ba­re Pro­vo­ka­ti­on aus.) Der wich­tig­ste Un­ter­schied je­doch be­steht in dem gra­vie­ren­den Vor­teil für Ul­rich Held, dass er es von au­ßen steu­ern kann und da­bei von nie­man­dem be­merkt wird. Er kann ge­müt­lich zu sei­nem Fahr­rad oben an der Trep­pe zu­rück­ge­hen, kann wäh­rend­des­sen noch ein­mal fri­sche Luft schnap­pen und fährt dann wie­der nach Hau­se. Sei­nem Kum­pel Jens er­zählt er von der ge­walt­tä­ti­gen Aus­ein­an­der­set­zung im On­kel Ot­to. War­um man sich dort schla­ge, wis­se er nicht so ge­nau, so Ul­rich schein­hei­lig, es soll da ir­gend­wie ein tech­ni­sches Pro­blem ge­ge­ben ha­ben, sagt Ul­rich Held, nimmt die Fern­be­die­nung aus der Jacken­ta­sche, schal­tet den Fern­se­her ab und legt sie oben­auf, al­so da war plötz­lich das Spiel weg, und […] ich hab noch je­mand schrei­en ge­hört, dass das ei­ne Ak­ti­on vom Ver­fas­sungs­schutz sei.

Volks­fest, Po­li­zei­ein­satz und Voll­streckung

Der Le­ser be­kommt hier ei­nen Vor­ge­schmack auf das Er­eig­nis, wel­ches an­läss­lich der Be­sei­ti­gung der Kohl­maske be­vor­steht. Nach­dem Ver­su­che aus der Luft oder mit (zu kur­zen) Feu­er­wehr­lei­tern ge­schei­tert wa­ren, be­nö­tigt man ei­ne Per­so­nen-Ar­beits-Büh­ne, kurz Pab ge­nannt, de­ren Be­schaf­fung Huld ge­schickt zu ver­zö­gern ver­steht. Dann je­doch, als der Tag kommt, ent­steht so et­was wie ei­ne Mi­schung zwi­schen Volks­fest, Po­li­zei­ein­satz (wir ler­nen Po­li­zei­mei­ster Höl­len­schmidt und sei­ne Dienst­auf­fas­sung ken­nen) und be­hörd­li­cher Voll­streckung (Erich Huld hät­te am lieb­sten ei­ne Re­de ge­hal­ten).

Es gibt süd­ame­ri­ka­ni­sche Re­vo­lu­ti­ons­folk­lo­re, tür­ki­sche Tanz­mu­sik, ein Klez­mer­stück. Vor­her muss noch ei­ne Ei­che ge­fällt wer­den, da­mit das über­brei­te Fahr­zeug zum Denk­mal fah­ren kann – man war­tet auf die Leu­te vom Gar­ten­amt; es ist Frei­tag nach 17 Uhr. Man wet­tet, ob die Stadt den Kohl heu­te noch weg­kriegt und die als Wett­ein­sät­ze kur­sie­ren: ein Ka­sten Bier (fünf­mal); Labs­kaus für euch al­le (»euch al­le« ist ei­ne Grup­pe von fünf oder sechs Per­so­nen, die den Ein­satz ge­schlos­sen ab­leh­nen); ei­ne zu­sätz­li­che Wo­che Ab­wasch ma­chen (zwei­mal); ei­ne Fla­sche Korn (drei­mal), auf­hö­ren zu rau­chen 8einmal); drei Ta­ge mit rot­lackier­ten Fin­ger­nä­geln fah­ren (ein Fahr­rad­ku­rier); zwan­zig Mark (zwei­mal); nackt übern Jung­fern­steg ge­hen (ein­mal); den Un­ter­schied zwi­schen Bay­risch und schwä­bisch ler­nen (ein­mal).

Am En­de hat das Er­eig­nis fast re­li­giö­se Zü­ge. Das Fäl­len der Ei­che. Das lang­sa­me Hin­fah­ren des Fahr­zeugs mit der »Pab«; fast wie ei­ne Pro­zes­si­on. Un­ter »Man­de­ley«, dem Lied von Kurt Weill, fährt der Te­le­skop­arm im­mer hö­her hin­auf. Es gibt ei­ne Art Licht­show, die das gan­ze be­son­ders in­sze­niert und un­ter »Good­bye John­ny«, grö­sse­rem Ap­plaus, der genuine[n] Tä­tig­keit des Pu­bli­kums und dem Ge­grö­le ei­ni­ger Um­ste­hen­der (Good­bye Bir­ne) steu­ert die Ver­an­stal­tung dem Hö­he­punkt ent­ge­gen, der ge­schickt noch ein biss­chen ver­zö­gert wird.

Mit ei­ner ge­schick­ten Rück­blen­de­tech­nik, die auf den ge­heim­nis­vol­len Akt der Ver­hül­lung und schließ­lich den öf­fent­li­chen Akt der Ent­hül­lung (durch­aus im dop­pel­ten Wort­sinn) zu­steu­ert, er­reicht Barts Ro­man ein ho­hes Tem­po. Zu­mal es tat­säch­lich am En­de dann noch zwei dicke Über­ra­schun­gen gibt (die je­doch hier nicht ver­ra­ten wer­den sol­len).

»Good­bye Bis­marck« ist ein hu­mo­ri­stisch-ko­mö­di­an­ti­scher Ro­man mit ei­nem gu­ten Schuss Iro­nie (aber nie­mals in bil­li­gem Zy­nis­mus ver­fal­lend) und kommt mit un­an­ge­streng­ter, oft lä­cheln­der Leich­tig­keit da­her. Das Buch ist da­bei aber nie seicht oder auch nur ober­fläch­lich. Man wird we­gen der Ähn­lich­keit des Mo­tivs fast zwangs­läu­fig an Hein­rich Spoerls »Maul­korb« er­in­nert oder, in den be­sten Mo­men­ten, d. h. wenn Bart es ge­lingt die lo­kal-ge­sell­schaft­li­chen Struk­tu­ren zu per­si­flie­ren, an Carl Zuck­may­er. Hin­ter der harm­lo­sen Fas­sa­de ver­ber­gen sich dann oft noch ein paar Wi­der­ha­ken, die sich beim ge­nau­en Le­sen durch­aus er­schlie­ßen (ein we­nig stö­ren die arg über­deut­lich spre­chen­den Nach­na­men der Prot­ago­ni­sten). Wie in al­len gu­ten Schel­men­ro­ma­nen ist das Schel­mi­sche hier nie al­lei­ni­ger Zweck, son­dern auch im­mer ein biss­chen auf­klä­re­risch. Wohl­tu­end ist da­bei, dass dem Le­ser fer­ti­ge Ur­tei­le oder Deu­tun­gen er­spart blei­ben – der Ro­man ist locker und luf­tig (und wirkt, ob­wohl er im Jahr 1990 spielt, aus ei­ner selt­sam weit ent­fern­ten Zeit, die noch ein­mal wie­der­her­ge­stellt wird und auch pha­sen­wei­se ei­ne klei­ne Me­lan­cho­lie er­zeugt).


Die kur­siv ge­druck­ten Pas­sa­gen sind Zi­ta­te aus dem be­spro­che­nen Buch.

20 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich war so­zu­sa­gen da­bei
    ... wenn auch nicht »mit­ten drin«, als der Bis­mark »ver­kohlt« wur­de. Die zi­tier­te tol­le »Ent­hül­lungs­par­ty« ist üb­ri­gens größ­ten­teils Fik­ti­on, wenn auch gut er­fun­den. (Ich weiß nicht mal, ob über­haupt ein Baum ge­fällt wer­den muss­te, da­mit die He­be­büh­ne an­rücken konn­te. Ich den­ke: eher nein.)
    Von St. Pau­li aus sieht man den »Bis­mark« üb­ri­gens von hin­ten. (Es gab so­gar mal ei­nen Film die­ses Ti­tels), was m. E. auch auf die von Bart er­wähn­ten »Be­woh­ner der Ha­fen­stra­ße und ih­re Freun­de« zu­trifft.

    Ich will da­mit sa­gen: die Dis­kus­si­on über Na­tio­nal­staat und Na­tio­nal­staa­lich­keit, deut­sche Ein­heit »Ja oder Nein«, dar­über, was Bis­mark even­tu­ell (oder auch nicht) für ein üb­ler Bur­sche war, die ging an der, nen­nen wir sie mal »al­ter­na­ti­ven«, Sze­ne Ham­burgs, so­weit ich es, der mich ja nur am Ran­de die­ser Sze­ne be­weg­te, be­ur­tei­len kann, völ­lig vor­bei. (Schreck­li­cher Band­wurm.) Im all­ge­mei­nen sah man so was in ei­ner Wei­se »locker«, die or­tho­do­xe Lin­ke oder auch nur »klas­si­sche« SPD-ler mit Ge­werk­schaft­ler­kar­rie­re ein­fach nicht ka­pie­ren konn­ten. Es ist kein Zu­fall, dass ei­ni­ge Jah­re spä­ter im Ham­bur­ger Be­zirk Ber­ge­dorf die SPD ge­gen die Un­ter­stüt­zung ei­nes al­ter­na­ti­ven Kul­tur­zen­trums war (es ging um ei­nen Re­no­vie­rungs­ko­sten­zu­schuss) – und die ört­li­che CDU da­für. Was ein­fach dar­an lag, dass die Orts-SPD hoch­ge­ra­dig »ver­spie­ßert« und »durch­ver­be­am­tet« war: (»Ei­gen­in­itia­ti­ve? Selbst­be­stim­mung? Da könn­te ja je­der kom­men!«)
    Bei der »klas­si­schen Lin­ken« bis zur SPD ka­pier­te man nicht, dass ei­ni­ge »klas­si­sche lin­ke The­men« für die links­au­to­no­me Sze­ne schlicht ir­rele­vant wa­ren – und an­de­re »klas­si­sche lin­ke« The­men eben an­ders ge­se­hen wur­den.
    Dass Tei­le des Ham­bur­ger »Estab­lish­ments« bis in die Re­gie­rung die Bis­mark-Ver­koh­lung durch das »Kom­man­do Hei­ner Geiß­ler« mit Sym­pa­tie sa­hen, ist für mich völ­lig plau­si­bel.
    Schon aus hi­sto­ri­schen Grün­den: das Denk­mal ist das Gra­nit ge­wor­de­ne Sym­bol ei­nes ge­stör­ten Ver­hält­nis­ses zwi­schen Ot­to Fürst von Bis­marck und der Frei­en und Han­se­stadt Ham­burg. Der Reichs­kanz­ler moch­te Ham­burg nie, er ver­mu­te­te hier das Zen­trum der »So­zia­li­sti­schen Ver­schwö­rung«. Die Ham­bur­ger stan­den dem Deut­schen Reich im­mer skep­tisch ge­gen­über, poch­ten auf ih­re Un­ab­hän­gig­keit. Doch dann merk­te zu­min­dest das in Ham­burg da­mals wie heu­te ton­an­ge­ben­de han­del­trei­ben­de Groß­bür­ger­tum, dass durch die Zu­ge­hö­rig­keit zu Bis­marcks Reich viel mehr Geld mit Han­del zu ver­die­nen war. Al­so: wenn schon Bis­mark-Denk­mal, dann klot­zen, nicht kleckern. PR in Stein.
    Was si­cher­lich da­zu be­trug, dass den Ham­bur­ger Ar­bei­tern das Denk­mal herz­lich schnup­pe war.

    Ins­ge­samt schlie­ße ich aus der Re­zen­si­on, dass Ste­pha­nie Barts Ro­man das Zeit- und Orts­ko­lo­rit gut trifft, oh­ne ei­nen (pseudo-)realistischen Tat­sa­chen­ro­man« zu schrei­ben oder sich in hä­mi­schen Sar­kas­mus zu üben.
    Klar: das Buch »muss« ich le­sen!

  2. Ich hab das Buch mal auf mei­nen un­end­li­chen Wunsch­zet­tel ge­setzt. Es scheint, es taugt gut zu ei­ner Lek­tü­re im Um­kreis von Loests »Lö­wen­stadt«.

  3. Ganz wun­der­bar – das klingt so viel­ver­spre­chend, dass ich schon weiß, wem ich das Buch dem­nächst schen­ken wer­de (und vor­her le­se ich es selbst).

  4. Ja, das Buch be­stell ich mir auch
    Ham­burg kenn ich ein we­nig, die Gross­mutter vae­ter­lich­seits
    wohn­te auf dem Kie­ke­berg in Blan­ke­ne­se... bei den ver­schie­de­nen Rueck­kehr­ten nach Deutsch­land ha­be ich sie so lan­ge sie leb­te im­mer be­sucht, auch ei­ne Schwe­ster mei­ner Mut­ter die nach Ham­burg ge­zo­gen war, und vie­le an­de­re Ver­wand­te und Be­kann­ten... aber nie lang ge­nug um zur au­sser-par­lia­men­ta­ri­schen Sce­ne zu sto­ssen... Die Pal­let­te schon... und St. Pau­li... war aber eben nie laen­ger als ei­ne Wo­che dort... Kann­te auch Ham­bur­ger Schrift­stel­ler und Ver­le­ger... das Ge­schaeft... aber hab mich im­mer in Staed­ten mit Ha­fen wohl ge­fuehlt.
    m.r

  5. Na, drei bis vier po­ten­ti­el­le Käu­fer und ein Zeit­zeu­ge, der ein biss­chen Er­gän­zen­des und Er­hel­len­des ein­streu­en konn­te – was kann man mehr ver­lan­gen?

  6. Som­mer­le­se­li­ste wird im­mer län­ger
    Das ist es, was mir an Ih­rem Blog sehr ge­fällt: Die Ver­mi­schung von po­li­ti­schen, ge­schicht­li­chen und un­halt­sa­men Buch­vor­stel­lun­gen. »Good-bye Bis­marck« kommt auch auf mei­ne Som­mer­le­se­li­ste und da freue ich mich be­son­ders auf das Hin­ter­her: Mir le­se­risch das »preu­ßisch do­mi­nier­te Deut­sche Kai­ser­reich« wie­der in Er­in­ne­rung ru­fen.
    Mit der Kohl-Ära ha­be ich da so mei­ne Pro­ble­me, könn­ten Sie mir ei­ne Le­se­emp­feh­lung ge­ben?

    In der letz­ten Wo­che war ich auf ei­nem Cho­pin-Kla­vier­kon­zert. Der Pia­nist spiel­te die 24 Pré­ludes von Cho­pin. Im nach­hin­ein wur­de mir die Zeit so rich­tig be­wusst, in der Cho­pin leb­te und kom­po­nier­te. So nah an der Völ­ker­schlacht und Na­po­le­on und die Ver­bin­dung zu Loest war für mich nicht mehr weit.

  7. So­gar im News­let­ter vom Per­len­tau­cher wur­de die Be­spre­chung er­wähnt. Und Du denkst an Auf­hö­ren ? LG ti­ni­us

  8. Ist eben al­les auf Fe­ri­en, au­sser mir im all­zu­hei­ssen Se­at­tle,
    was fuer ei­ne Sel­ten­heit, so al­le 15 Jah­re gibts hier ei­nen
    Som­mer wie in New York oder Chi­ca­go.

  9. hab ich mit in­ter­es­se ge­le­sen
    der har­ten­steyn­re­port führt keu­sch­nig im­mer noch in der blogroll. In­zwi­schen hat das ge­sam­te team des kult – web­logs har­ten­steyn­re­port zum sze­ne­b­log­ger ge­wech­selt. schaut mal rein!

  10. Lei­der ist in näch­ster Zeit kein Be­such zu er­war­ten, so­dass ich auf die Lie­fe­rung die­ses Bu­ches wohl noch ein paar Mo­na­te war­ten muss. Lei­der, weil Dei­ne Buch­kri­tik wie­der ein­mal so rich­ti­ge Le­se­lust ent­facht hat. Post­ver­sand ist ein­fach un­ver­schämt teu­er.

  11. Ich hab das Buch auf Emp­feh­lung ei­ner Freun­din ge­le­sen und muss ganz ehr­lich sa­gen ich war nicht so be­gei­stert.... Strecken­wei­se fand ich das Buch ganz gut aber es war mir et­was zu lang­at­mig...
    gruß ke­vin

  12. Nach­ge­scho­ben
    Ein pas­sen­der Buch­ti­tel, ei­ni­ge schö­ne Pas­sa­gen, wie z.B. die Be­schrei­bung der Per­for­mance von Sei­te 43 an ( hat mir rich­tig gut ge­fal­len) oder die Pro­be-Be­stei­gung des Denk­mals, die Ge­füh­le und das Le­ben von Held, Dikupp und den Hulds und dann na­tür­lich der Schluß mit dem über­ra­schen­dem En­de.
    Ei­ne Er­zäh­lung, die lei­se da­her­kommt. Manch­mal wähnt sie et­was lang­at­mig und ich ha­be mich dann ge­fragt, ob es zur Auflösung/Erklärung noch kom­men wird, nach Ka­pi­tel­en­de passt aber al­les wie­der zu­sam­men, z.B. S. 120 und die Sze­ne mit Frau Gü­nüz­gü­nüm ( die­ser Na­me ist wun­der­bar aus­ge­sucht), ih­rem Söhn­chen und der Höl­len­schmidt-Dienst­müt­ze.

    Die All­tags­aus­schnit­te, Ge­sell­schafts-Per­so­nen­be­schrei­bun­gen, spä­ter noch der Pab-Ein­satz, sind so akri­bisch be­schrie­ben, dass ich viel­leicht des­halb die Ge­schich­te um das „ver­kohl­te Bis­marck­denk­mal“ manch­mal zu lang emp­fun­den ha­be.
    Ins­ge­samt war es aber ei­ne Le­se­freu­de, auch wenn ich, durch Ih­re vor­an­ge­gan­gen Buch­be­spre­chun­gen, auf sehr viel mehr ge­schicht­li­chen In­halt kon­di­tio­niert war und bin. So ha­be ich mir nach die­ser Lek­tü­re kei­ne Se­kun­där­li­te­ra­tur zur Bis­marck­ge­schich­te ge­holt ( pass­te ir­gend­wie nicht). Das wer­de ich zu ei­nem spä­te­rem Zeit­punkt nach­ho­len.

  13. Die blog­lo­sen Zei­ten sind Ver­gan­gen­heit
    Ha­be mir im letz­ten Mo­nat ei­nen Blog auf two­day ein­ge­rich­tet, da ich je­doch nicht ver­siert ge­nug bin, be­kom­me ich obi­gen user-na­me nicht ver­än­dert. Klappt ir­gend­wann auch mal – bis da­hin ver­su­chen Sie es mal mit der Ein­ga­be lou sa­lo­me ( oh­ne Bin­de­strich). b.a.w. und LG

  14. Dank + Gü­nüz­gü­nüm
    Auch ich dan­ke herz­lich für den Kom­men­tar und möch­te zur Wahl des Na­mens Gü­nüz­gü­nüm fol­gen­des an­mer­ken: Ich bin mit der tür­ki­schen Spra­che nicht ver­traut, aber das frei zu­gäng­li­che Tür­kisch-Wör­ter­buch ) gibt die­se Aus­künf­te:
    gü­nü –
    An­ne­ler gü­nü-Mut­ter­tag
    bay­ram gü­nü-Fei­er­tag
    azis Ni­ko­las gü­nü-Ni­ko­laus­tag
    (und noch zahl­rei­che wei­te­re Bei­spie­le.)
    üz­gü­nüm-es tut mir leid
    Mit freund­li­chen Grü­ßen, die Au­torin

  15. P.S.
    Da­mit Sie sich kein fal­sches Bild ma­chen: ich bin nicht so vor­ge­gan­gen, dass ich zu­erst nach­ge­schla­gen hät­te, was »es-tut-mir-leid-Tag« be­deu­tet, son­dern ich ha­be übür­lügt, dass ein tür­ki­scher Na­me aus vie­len Üs und ei­ni­gen Kon­so­nan­ten be­stehen müs­se, dach­te, dass Gü­nüz­gü­nüm gut klingt, und ha­be dann das Wör­ter­buch kon­su­liert.

  16. P.P.S.
    Üb­ri­gens ha­be ich tür­ki­sche Freun­de zu die­sem Na­men be­fragt, die un­ab­hän­gig von ein­an­der aber über­ein­stim­mend den Kopf schüt­tel­ten: Nö, Gü­nüz­gü­nüm be­deu­tet nix. Die Ant­wort wä­re si­cher an­ders aus­ge­fal­len, wenn der Na­me statt­des­sen Üz­gü­nüm­gü­nü ge­lau­tet hät­te (sie­he oben).
    Dar­aus folgt:
    1) Soll­ten Sie aus Ver­se­hen ei­nem tür­ki­schen Mit­bür­ger oder ei­ner tür­ki­schen Mit­bür­ge­rin auf den Fuß ge­tre­ten sein, sa­gen Sie ein­fach »üz­gü­nüm«, und schon ist die Sa­che aus der Welt.
    2) Die Au­torin hat ei­ne Schwä­che nicht nur für spre­chen­de Na­men, son­dern auch für Ver­klau­su­lie­run­gen.