Park­platz II

Je­mand – nie­mand? – hat ei­nen Co­la­be­cher auf dem Park­platz zu­rück­ge­las­sen. Dort steht er jetzt, groß und rot, herr­schend in der an­thra­zit­far­be­nen Lee­re. Spä­ter kommt ein Au­to, ein Per­so­nen­kraft­fahr­zeug, das so aus­sieht, wie der Na­me es sagt: für ei­ne Per­son, mit et­was Kraft, nicht zu­viel, ein Mit­tel zum Zweck.

Neu­es Bild, Co­la­be­cher ver­schwun­den, die Lee­re (des Raums) ge­füllt. Auf dem matt glän­zen­den Schwarz des Kraft­wa­gens glit­zern Was­ser­stel­len, klei­ne fla­che Er­he­bun­gen, Rück­stän­de von Rinn­sa­len, vom Dunst­schlei­er der Nacht, den das Mor­gen­licht zer­ris­sen hat. Der Fah­rer, das heißt die Per­son, kommt mit ei­nem wei­ßen, aus­ge­beul­ten Säck­chen aus dem Ge­schäft, steckt sich die eben an­ge­zün­de­te Zi­ga­ret­te zwi­schen die Lip­pen, setzt sich in den Wa­gen, durch den ein Zit­tern geht, auf dem Sprung.

Dann kurz das Herr­schafts­bild mit dem Co­la­be­cher, dann ein neu­es Bild: Last­wa­gen mit oran­ge­far­be­nem Kopf und an­ge­ro­ste­tem Con­tai­ner am Buckel nä­hert sich vor­sich­tig der Kreu­zung. Und die gan­ze Zeit hat­te das Reis­feld ru­hig da­ge­le­gen, un­be­rührt von Blicken, alt­jung­fer­lich, und ge­stern abend, in ei­ner Woh­nung in ei­nem Block auf dem Hü­gel, hat­te sich ei­ne win­zi­ge Schlan­ge um mei­ne Fin­ger ge­rin­gelt, ein schwar­zes, wen­di­ges Schlän­gel­chen, das aus die­sem Feld stammt. Jetzt, wie schon im­mer, zit­tern grü­ne Grä­ser im Wind und ge­ben für Se­kun­den­bruch­tei­le, die sich wie­der­ho­len, den Blick frei auf ein Glän­zen, das als Glit­zern er­scheint.

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