Mi­chel De­guy zum 90.

Mi­chel De­guy, am 25. Mai 1930 in Pa­ris ge­bo­ren, Dich­ter und Phi­lo­soph, Grün­der der Zeit­schrift Po&sie, ist ei­ner der be­deu­tend­sten fran­zö­si­schen Ly­ri­ker der Ge­gen­wart. Kürz­lich er­hielt er für sein Ge­samt­werk den Prix Gon­court de la poé­sie.

Leo­pold Fe­der­mair über­setz­te ei­ne Aus­wahl von Ge­dich­ten, er­schie­nen 2008 un­ter dem Ti­tel Ge­ge­bend bei Fo­lio in Bo­zen.


Mi­chel De­guy

Es ist nicht das­sel­be

Es ist nicht das­sel­be
Tür oder Tor
Trenn­wand oder Schutz­wall
Al­ko­ven oder Gar­ten
Lücke oder Zin­ne
Zim­mer oder Ter­ras­se

Däda­lus ein­mal baust du
um die Er­de zu pla­nie­ren
ein an­der­mal ein Nest zur Blei­be
Es ist nicht das­sel­be
das In­nen des Au­ßens
oder des In­nens

Aus dem Band „N’était le co­eur“ (2011). Über­setzt von Leo­pold Fe­der­mair.

Hier das Ori­gi­nal:

Mi­chel De­guy: Ce n’est pas la mê­me cho­se – © Mi­chel De­guy – Zeich­nung © Alain Le­stié

Mit freund­li­cher Ge­neh­mi­gung von Mi­chel De­guy. © Ge­dicht Mi­chel De­guy – © Zeich­nung Alain Le­stié – © Über­set­zung Leo­pold Fe­der­mair

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