Gräu­el der Ge­gen­wart ‑11/11-

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Ich per­sön­lich glau­be nicht an die Mär von den ar­men aus­ge­beu­te­ten Men­schen; ich glau­be nicht mehr dar­an. Im 19. Jahr­hun­dert und bis weit ins zwan­zig­ste hin­ein mag das zu­ge­trof­fen ha­ben; wahr­schein­lich trifft es in den (vor al­lem süd­li­chen) Welt­ge­gen­den zu, die de­ren Be­woh­ner scha­ren­wei­se ver­las­sen, um in un­se­ren Schla­raf­fen­län­dern die ana­chro­ni­sti­sche Rol­le des Aus­ge­beu­te­ten zu spie­len (wir brau­chen al­so doch noch wel­che). Hier bei uns, im We­sten wie im ver­west­lich­ten Osten, sind die Men­schen nun ein­mal zu dem ge­wor­den, was sie sind. Sie hat­ten und ha­ben ihr Schick­sal selbst in der Hand, je­den­falls bis zu ei­nem ge­wis­sen Grad. Die­se Frei­heit ist heu­te Wirk­lich­keit. Je­der Ein­zel­ne hät­te auch ein an­de­rer wer­den kön­nen. Es be­steht nicht mehr der ge­ring­ste Grund, Be­völ­ke­rungs­schich­ten, ehe­dem »Klas­sen«, zu idea­li­sie­ren und he­roi­sie­ren, da sie als um­reiß­ba­re so­zia­le Grup­pen im Aus­ster­ben be­grif­fen sind. Auch wenn die öko­no­mi­schen Un­gleich­hei­ten grö­ßer wer­den, ten­die­ren die mei­sten so­zia­len Ele­men­te zur Mit­te, und die­se Mit­te ist sehr breit ge­wor­den, auch wenn sich vie­le ih­rer Mit­glie­der öko­no­misch be­droht füh­len und in be­stimm­ten Mo­men­ten – Fi­nanz­kri­se 2008 – tat­säch­lich be­droht sind. Die­se Mit­te ist für die in der Drit­ten Welt Da­hin­ve­ge­tie­ren­den das Schla­raf­fen­land. »Die Welt zer­fällt. Die Mit­te hält nicht mehr«, sagt der afro­ame­ri­ka­ni­sche Hi­sto­ri­ker Cor­nel West mit Be­zug auf au­to­ri­tä­re Po­li­tik und schran­ken­lo­ses Pro­fit­stre­ben. Dies ist ei­ne Pro­phe­zei­ung, ein Kas­san­dra­ruf. Tat­säch­lich wird sie wohl noch ein paar Jah­re oder Jahr­zehn­te hal­ten, aber es könn­te schon sein, daß in­ne­re Wi­der­sprü­che und sei­ne Schran­ken­lo­sig­keit das neo­li­be­ra­le Sy­stem zur Im­plo­si­on oder Ex­plo­si­on (oder bei­dem) brin­gen wer­den.1

West er­wähnt gern die Hel­den des afro­ame­ri­ka­ni­schen Frei­heits­kamp­fes, aber man hat den Ein­druck, das al­les sei de­fi­ni­tiv Ge­schich­te: Mar­tin Lu­ther King, John Le­wis und so wei­ter. Di­dier Eri­bon be­schreibt in Rück­kehr nach Reims die Be­schränkt­heit, den Ras­sis­mus, die In­to­le­ranz, die in fran­zö­si­schen Ar­bei­ter­mi­lieus nach dem En­de der Ar­beit herrscht, al­so un­ter Leu­ten, die sich als Zu­kurz­ge­kom­me­ne se­hen. Er hält trotz­dem an den über­kom­me­nen so­zio­lo­gi­schen Ka­te­go­rien fest. Sein Schütz­ling Édouard Lou­is, des­sen Schil­de­run­gen an Här­te eben­falls nichts zu wün­schen las­sen, ist da et­was frei­er. Auch dann, wenn Sym­pa­thie mit den Op­fern der Mo­der­ni­sie­rung auf­kommt, weint er dem Ver­schwin­den der Ar­bei­ter­klas­se kei­ne Trä­ne nach. Do­nald Trump, der die­ser Klas­se be­kannt­lich kei­nes­wegs an­ge­hört, ist oder gibt sich in die­ser Hin­sicht viel nost­al­gi­scher, al­so rück­schritt­li­cher. Er ver­spricht den wirk­lich oder ver­meint­lich Zu­kurz­ge­kom­me­nen, was ih­nen nie­mand ge­ben kann. Aus wahl­tak­ti­schem Kal­kül ver­mut­lich. Und weil er ei­ne Ideo­lo­gie ver­kör­pert, die ei­nen Schein auf­recht­erhält, dem, wie die Ideo­lo­gen ge­nau wis­sen, kei­ne Wirk­lich­keit mehr ent­spricht. An der Be­sei­ti­gung die­ser Wirk­lich­keit ha­ben sie selbst mitgewirkt.

Es wird schwie­rig sein, noch ein­mal ein »re­vo­lu­tio­nä­res Sub­jekt« als ar­chi­me­di­schen Punkt der Sy­stem­kri­tik aus­fin­dig zu ma­chen. Auch das ein Grund, sich als blues­man zu füh­len. Die Men­schen­welt hat sich in der brei­ten Mit­tel­klas­se ato­mi­siert, ih­re An­ge­hö­ri­gen ha­ben sich mit Smart­pho­nes per­so­na­li­siert, und das ist nicht nur schlecht. Wenn der neo­li­be­ra­le Staat sagt, ihr seid selbst für eu­er Schick­sal ver­ant­wort­lich, je­der Ein­zel­ne von euch, dann liegt dar­in auch ei­ne Chan­ce. Man kann dem Staat, der sich oh­ne­hin, wie er vor­gibt, schlank zu ma­chen be­strebt ist, die kal­te Schul­ter zei­gen. Und sich – trotz al­lem, jetzt erst recht – mit an­de­ren zu­sam­men­tun, oh­ne prä­exi­sten­te Zu­ord­nun­gen und Struk­tu­ren. Wi­der­stand ver­läuft nicht mehr in »ob­jek­tiv« vor­ge­zeich­ne­ten Bah­nen, son­dern von Fall zu Fall, von Schwarm zu Schwarm, von Grup­pe zu Grup­pe, oft kurz‑, manch­mal auch län­ger­fri­stig. Nach­bar­schafts­ko­mi­tees, Stadt­teil­ver­samm­lun­gen, El­tern­ver­bän­de von Schu­len und Kin­der­gär­ten, Kul­tur­klubs, Selbst­hil­fe­grup­pen al­ler Art. Be­gei­ster­te Um­welt­schüt­zer. Fa­na­ti­sche Tier­freun­de. Po­li­tik als Hob­by und nicht, um Geld zu ver­die­nen. Eh­ren­amt­li­che Ar­beit. Ar­beit als Eh­re, als Spiel und als Selbst­ver­wirk­li­chung. Das al­les er­for­dert Zeit. Oti­um, Mu­ße. Kol­lek­ti­ve, die mehr oder min­der spon­tan ent­ste­hen, trans­ver­sal, quer durch den Ge­mü­se­gar­ten, in al­le Rich­tun­gen über den Erd­ball via In­ter­net. Kol­lek­ti­ve, die sich nicht scheu­en, sich auf­zu­lö­sen, wenn die Zeit da­zu ge­kom­men ist, oder die ein­fach ver­ges­sen wer­den. Kei­ne Ses­sel­kle­ber. Kei­ne Bild­schirm­sau­ger. Kei­ne couch po­ta­toes. Son­dern be­weg­li­che Ein­zel­ne und das Gan­ze, »die Ge­sell­schaft«, als Ka­lei­do­skop. Da­zu braucht man Zeit, und die könn­ten wir in Fül­le ha­ben, aber wir wol­len sie nicht, uns wür­de lang­wei­lig, wir zie­hen Kor­set­te, Plä­ne, Zwän­ge vor. Ein Le­ben im Streß, der wächst und wächst und uns nicht mehr los­läßt. Bur­nout, ei­ne Krank­heit die­ser Zeit. Wir ver­feu­ern un­se­re En­er­gien, las­sen sie ver­puf­fen. Da­bei könn­ten wir… Wenn wir nur wollten.

»Wir«, im­mer noch ein Kol­lek­tiv. Wahr­schein­lich re­de ich in den Wind. Ein Bauch­red­ner, dem nie­mand zu­hört. Ei­ne Er­zähl­ma­schi­ne, die man in hi­sto­ri­schen Zei­ten am Ufer ei­nes gro­ßen Flus­ses – oder war’s schon das Meer? – ver­ges­sen hat. Ih­re me­tal­li­sche Stim­me ver­mischt sich mit der des Win­des. End­lo­ses Ton­band. Krapp’s last tape. Im buch­stäb­li­chen Sinn: ein im All we­hen­des Band von Tönen.

»Da kann man nichts machen…«

Oh doch, man kann et­was ma­chen. Man kann sich ab­sei­len, kann im­mer noch an­de­re Wel­ten be­grün­den. Oder Schu­len für an­de­re Wel­ten. Die so­ge­nann­te Grund­si­che­rung vor­aus­ge­setzt. Als Ba­sis der Frei­heit. Im Grund­ge­setz soll­te ge­schrie­ben ste­hen: »Kein Mensch muß sich um die Be­frie­di­gung sei­ner ma­te­ri­el­len Be­dürf­nis­se sor­gen.« Je­der hat ein An­recht auf ih­re Be­frie­di­gung. Und noch et­was: »Je­der hat die Pflicht, von sei­ner Frei­heit sei­nen Wün­schen und Fä­hig­kei­ten ge­mäß Ge­brauch zu ma­chen.« Die Ge­sell­schaft – das heißt vor al­lem: ih­re Er­zie­her – hat die Pflicht, die Ent­deckung und Ent­fal­tung der in­di­vi­du­el­len Fä­hig­kei­ten, Wün­sche und In­ter­es­sen zu fördern.

Am wich­tig­sten: Die an­ge­bo­re­ne Neu­gier darf un­ter kei­nen Um­stän­den ge­bremst wer­den! Auch ein Satz für die Verfassung.

© Leo­pold Federmair

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Li­te­ra­tur:

- Ador­no, Theo­dor W.: Mi­ni­ma Mo­ra­lia. Re­fle­xio­nen aus dem be­schä­dig­ten Le­ben. Frank­furt am Main 1997 (= Ge­sam­mel­te Schrif­ten, Bd. 4)
– En­gels, Fried­rich und Karl Marx: Ma­ni­fest der Kom­mu­ni­sti­schen Par­tei, in: Marx/Engels: Wer­ke, Bd. 4. 11. Aufl., Ber­lin 1990
– Eri­bon, Di­dier: Rück­kehr nach Reims. Ber­lin 2016
– For­re­ster, Vi­via­ne: L’horreur éco­no­mi­que. Pa­ris 1996 (dt. Der Ter­ror der Öko­no­mie. Wien 1997)
– Ha­ge­lü­ken, Alex­an­der: Ma­schi­nen schaf­fen mehr Jobs als sie ver­nich­ten, in: Süd­deut­sche Zei­tung, 9. 1. 2019
– Han, By­ung-Chul: Im Schwarm. An­sich­ten des Di­gi­ta­len. Ber­lin 2013
– Houelle­becq, Mi­chel: Ex­ten­si­on du do­mai­ne de la lut­te. Pa­ris 1994 (dt. Aus­wei­tung der Kampf­zo­ne. Ber­lin 1999)
– Jün­ger, Ernst: Der Ar­bei­ter. Herr­schaft und Ge­stalt. Stutt­gart 1982
– Lou­is, Édouard: Qui a tué mon pè­re? Pa­ris 2018
– Luy­en­di­jk, Jo­ris: Un­ter Ban­kern. Ei­ne Spe­zi­es wird be­sich­tigt. Stutt­gart 2015
– Marx, Karl: Das Ka­pi­tal. 3 Bän­de. 34. Aufl., Ber­lin 2012
– Par­kin­son, C. Nor­th­cote: Parkinson’s law, and other stu­dies in ad­mi­ni­stra­ti­on, https://web.archive.org/web/20140702141306/http://bookmobile.american-buddha.com/viewtopic.php?f=18&t=87
– Pi­ket­ty, Tho­mas: Chro­ni­ques 2004–2012. Arles 2012
– Pi­ket­ty, Tho­mas: Das Ka­pi­tal im 21. Jahr­hun­dert. Mün­chen 2014
– Stei­ner, Ge­or­ge: »Yo in­ten­to fra­ca­sar me­jor«. In­ter­view, ge­führt von Ju­an Cruz, in: El País, 24. 8. 2008
– Strauß, Bo­tho: An­schwel­len­der Bocks­ge­sang, in: Der Spie­gel 6 (1993)
– Wei­zen­baum, Jo­seph: Com­pu­ter­macht und Ge­sell­schaft. Freie Re­den. Hrsg. von Gun­na Wendt und Franz Klug. Frank­furt am Main 2001
– West, Cor­nel: »Wir ha­ben die Wahl zwi­schen ei­nem neo­fa­schi­sti­schen Gang­ster und ei­nem neo­li­be­ra­len De­sa­ster«. In­ter­view, ge­führt von Da­ni­el Ry­ser, in: Re­pu­blik, 22. 8. 2020, https://www.republik.ch/2020/08/22/wir-haben-die-wahl-zwischen-einem-neofaschistischen-gangster-und-einem-neoliberalen-desaster?fbclid=IwAR0YkyF4u70q-_x-PCcGj-Y-MwyUG40uzACUPZ7YsebawqZ3amnN1_dqyWo

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  1. Auch Cornel West läßt sich von rhetorischer Dynamik und ideologischen Vorgaben leiten und kümmert sich wenig um Fakten. So behauptet er, 40 Prozent der Bevölkerung der USA würden in Armut oder nahe an der Schwelle dazu leben. Die offizielle Statistik gibt als Zahl 11,8 Prozent an; dazu die Erläuterung, daß die Armut in den letzten Jahren kontinuierlich geringer geworden sei. Es ist übrigens aufschlußreich zu lesen, wie West es beklagt, daß schwarze Freiheitskämpfer, sobald sie in die Politik gingen, in den Sog des Neoliberalismus gerieten und ihre früheren Positionen aufgaben. Gibt es wirklich keine Alternative? Womöglich nicht. Cornel West outet sich als Mann des Blues: "Mit all diesem Schrecken trotzdem irgendwie klarzukommen, bedeutet, ein Mann oder eine Frau des Blues zu sein. Es bedeutet, Kummer zu akzeptieren, aber niemals dem Kummer und damit den Katastrophen das Feld zu überlassen." 

11 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. The Cen­ter Won’t Hold – Der Ver­lust der Mit­te (Hans Sedelmayr)

    https://www.youtube.com/watch?v=_xfPoLEJpgY

    Slea­ter Kin­ney – »pret­ty, ugly, ho­ly« – The Cen­ter Can­not Hold

    (Die Gra­phik des Vi­de­os is traum­wand­le­risch si­cher auf den Spru­en der klas­si­schen Mo­der­ne – von Franz Ma­sere­el über Paul Klee bis Franz Rad­zi­wil, Max Bill usw.. Der Text läuft in den Spu­ren der Wie­der­täu­fer, Fausts, de Sa­des, Rous­se­aus, Le­on Bloys, Rim­bauds, Baudelaire’s ... – - – ).

    W. But­ler Yeats

    “The Se­cond Coming”

    Tur­ning and tur­ning in the wi­de­ning gyre
    the fal­con can­not he­ar the falconer;
    things fall apart; the cent­re can­not hold;
    me­re an­ar­chy is loo­sed upon the world,
    the blood-dim­med ti­de is loo­sed, and everywhere
    the ce­re­mo­ny of in­no­cence is drowned;
    The best lack all con­vic­tion, while the worst
    are full of pas­sio­na­te intensity.
    Su­rely so­me re­ve­la­ti­on is at hand;
    su­rely the Se­cond Co­m­ing is at hand.
    The Se­cond Co­m­ing! Hard­ly are tho­se words out
    when a vast image out of Spi­ri­tus Mundi
    trou­bles my sight: a wa­ste of de­sert sand;
    a shape with li­on bo­dy and the head of a man,
    a ga­ze blank and pi­ti­less as the sun,
    is mo­ving its slow thighs, while all about it
    wind shadows of the in­di­gnant de­sert birds.
    The darkness drops again but now I know
    that twen­ty cen­tu­ries of sto­ny sleep
    we­re vexed to night­ma­re by a rocking cradle,
    and what rough be­ast, its hour co­me round at last,
    slou­ches towards Beth­le­hem to be born?” 

    Die Idee, dass nicht zu­letzt Künst­ler der staat­li­chen Für­sor­ge (ei­ner Grund­si­che­rung über die be­stehen­den Gra­ti­fi­ka­tio­nen hí­n­aus) be­dür­fen, för­dert das an­pass­le­ri­sche und des­halb un­freie und lang­wei­li­ge Kunst­ge­wer­be. Es ist kei­ne Nä­he zum Staat
    an­zu­stre­ben vom Künst­ler. Frei ist, wer für sei­ne Un­ab­hän­gig­keit sel­ber sorgt.

    Howgh!

    Un­freie Künst­ler sind Bödigkeitsverfassser
    So plau­si­bel wie trocke­nes Wasser,
    Wie rie­si­ge Zwer­ge und fla­che Berge.
    Po­li­tisch kor­rekt, über­sen­si­bel und – hochpenibel
    Ess­ge­stör­te Schneeflöckchen
    Als Kotzbröckchen

  2. Kei­ne Nä­he zum Staat, gut. In Deutsch­land, Öster­reich, Schweiz ver­langt der Staat (Kul­tus­mi­ni­ste­ri­en etc.) für För­de­run­gen al­ler­dings eh kei­ne ideo­lo­gi­sche Nä­he des Geförderten.
    Da­von ab­ge­se­hen: Heut­zu­ta­ge, im 21. Jh.: Was soll ein Künst­ler, der frei sein will, tun, um sein wirt­schaft­li­ches Aus­kom­men zu fin­den? Ich se­he drei Mög­lich­kei­ten. Ent­we­der, er macht markt­ori­en­tier­te Kunst oder hat zu­fäl­lig Er­folg. Oder er wird Sti­pen­dia­ten­pro­sa­schrei­ber, Sti­pen­dia­ten­dich­ter oder ‑künst­ler. Da­bei ent­steht er­fah­rungs­ge­mäß mei­stens ziem­lich fa­des Zeug. Oder er geht ei­nem Brot­be­ruf nach, mit der ent­spre­chen­den Re­duk­ti­on der für die Kunst zur Ver­fü­gung ste­hen­den Zeit und oft auch Energie.
    Der Brot­be­ruf kann kunst­na­he sein, z. B. Re­zen­sio­nen schrei­ben, ku­ra­tie­ren etc. In al­len Fäl­len se­he ich kei­ne un­ein­ge­schränk­te Frei­heit. Muß auch nicht sein, es ent­ste­hen trotz­dem im­mer noch Kunst­wer­ke, die die­sen Na­men verdienen.
    Ich ha­be so­wohl 2 als auch 3 län­ge­re Zeit be­trie­ben. Als »frei­er Schrift­stel­ler und Über­set­zer« fühl­te ich mich un­frei­er, so­gar ge­stress­ter als jetzt. Nr. 1, Er­folg, bringt ver­mut­lich auch wie­der Unfreiheit.

  3. Es en­det im Blues, nicht über­ra­schend. Selbst die Phi­lo­so­phen, be­tont De­leu­ze, ru­fen ein Volk der Zu­kunft her­bei. Rät­sel­haft ver­traut, die­se Wech­sel­bä­der der Un­zu­sam­men­ge­hö­rig­keit. Viel­leicht hat der We­sten sei­ne For­mel ja doch nicht bis zu En­de durch­ge­rech­net. Der Sprung zur Mensch­heit soll­te sich als zu va­ge erweisen.
    Ich rät­se­le noch dar­über, wie ich die zwei Mo­ti­ve des »feh­len­des Vol­kes« und die Un­ter­halts­zu­si­che­rung des Staa­tes zu­sam­men­krie­ge. Nah­rung, Ge­sund­heit, In­ne­re Sicherheit...
    Viel­leicht ist Ihr Ent­wurf (@Leopold) ei­nes Kol­lek­tiv, aus­ge­rich­tet an den Grund­be­dürf­nis­sen, nur an­thro­po­lo­gisch fol­ge­rich­tig. Ich set­ze die »In­ne­re Si­cher­heit« ein­fach mal auf die Li­ste, weil ich ver­mu­te, Ihr Re­vo­lu­ti­ons-Be­griff ist nicht un­be­dingt mar­tia­lisch zu ver­ste­hen. Das se­hen we­nig­stens die Ex­tre­mi­sten an­ders, aber Schwamm drü­ber. Neh­men wir an, wir hät­ten die­ses Kol­lek­tiv ge­gen al­le Wi­der­stän­de (der Wirk­lich­keit) ins Le­ben gerufen.
    Wä­re das dann ein »Land« oder ein »Volk«?!
    Der klei­ne Un­ter­schied im­pli­ziert ganz of­fen­sicht­lich die De­fi­ni­ti­on des Staa­tes. Auch auf die­ser ba­na­len Ebe­ne er­schei­nen Aspek­te des Be­sit­zes und Aspek­te der An­we­sen­heit, die nicht un­be­dingt ver­ein­bar sind. Wie sagt man neu­er­dings: ...die schon län­ger hier Woh­nen­den... Das ist ein Seins-Be­griff, die Woh­nen­den, denn es ist ganz egal, ob Ih­nen das Haus ge­hört, oder Sie Mie­te zah­len. Hier kann ich die gro­ße Staats­rats­vor­sit­zen­de end­lich mal beim Wort neh­men. Kein Staat kann oh­ne fal­sches Pa­thos be­haup­ten, er wä­re die Do­mä­ne der gan­zen Menschheit.
    In­ter­es­sant, nicht?! Egal, ob Land oder Volk, es ist mit Si­cher­heit nicht die Mensch­heit. Ir­gend­wie aber doch...

  4. Ich ha­be neu­lich ei­nen (jun­gen, be­gin­nen­den) Schrift­stel­ler ken­nen­ge­lernt, der ir­gend­ein Sti­pen­di­um – im wei­te­re­sten Sin­ne so et­was wie ei­ne Stadt­schrei­ber­stel­le – »ge­won­nen« hat­te. Es hakt nun et­was mit dem Re­sul­tat. Und man mach­te bei die­ser Ge­le­gen­heit klar, dass man es na­tür­lich »be­grü­ssen« wür­de, dass die ent­spre­chen­de Re­gi­on po­si­tiv dar­ge­stellt würde.

    Wie »frei« wä­re man denn, wenn man von Sti­pen­di­en, Sub­ven­tio­nen und Zu­wen­dun­gen ab­hän­gig wä­re? Künst­ler, Schrift­stel­ler ha­ben bis auf we­ni­ge Aus­nah­men im­mer in pre­kä­ren Ver­hält­nis­sen ge­lebt, wur­den erst kurz vor oder nach dem Tod berühmt.

  5. @ Leo­pold Fe­der­mair & Gre­gor Keuschnig

    Cor­rup­tio op­ti­mi pessima.

    Don’t it al­ways seem to go – You don’t know what you’­ve got till it’s gone
    (Jo­ni Mit­chell, of cour­se – Big Yel­low Taxi)

    Es ist mir vor ein paar Jah­ren das er­ste Mal auf­ge­fal­len, wie selbst­ver­ständ­lich die Thea­ter­leu­te sich staats­nah ge­bär­det ha­ben. – Je lee­rer die Thea­ter wer­den, de­sto mehr. Das ist der Punkt, den So­phie mit Blick auf Su­san­ne Da­gen und de­ren Ver­weis auf den wirt­schaft­lich er­folg­rei­chen An­tai­os Ver­lag auf­ge­grif­fen hat: Selb­stän­dig­keit vs. institutioneller/ mentaler/ fi­na­zi­el­ler Ab­hän­gig­keit. Das wird ja nicht nur in rech­ten Krei­sen in Deutsch­land merk­wür­di­ger­wei­se neu­er­dings hoch­ge­hal­ten, das sagt auch ein Mann wie der Gelb­we­sten-Deu­ter Chri­sto­phe Mi­chéa, im­mer­hin ein ehe­ma­li­ger Mao­ist, der nun in die at­lan­ti­sche Pro­vinz ge­zi­gen ist. Ein Vor­teil die­ser Ein­stel­lung ist, dass Er­fah­run­gen mit ihr ein­her ge­hen. Nicht zu­letzt die der Selbst­wirk­sam­keit. aber auch die Wün­sche an­de­rer tre­ten hier kla­rer her­vor. Das ist bei de­nen, die im ÖR oder in der sub­ven­tio­nier­ten Kul­tur ar­bei­ten an­ders. Hier zählt das ei­ge­ne Wün­schen mehr als die Realität.

    Fellt mir noch der Drucker, Au­tor und Ver­le­ger Beat Brech­bühl ein, ein schwei­ze­ri­scher Ge­werb­ler, wie er im Bu­che steht. Und der aus den näm­li­chen Grün­den die tra­di­tio­nel­le Lin­ke nicht sehr schätzt – er mag Leu­te nicht, die an der Steu­er- und Ver­ord­nungs­dschrau­be dre­hen und an­de­ren Maul­kör­be um­hän­gen wol­len. Er mag Leu­te, die ger­ne sel­ber et­was tun – und et­was kön­nen, für das es ei­nen Markt gibt.

  6. Frei sein, un­ab­hän­gig sein, was ist das denn?
    Wenn ich nicht es­se, trin­ke, schla­fe, mich bil­de, mich al­so ganz all­ge­mein er­hal­te, re­ge­ne­rie­re und Sinn­fra­gen for­mu­lie­re und viel­leicht gar klä­re, dann wer­de ich nicht tä­tig sein, für an­de­re da sein, sor­gen können. 

    Ich schlüp­fe aus dem Mut­ter­leib und trin­ke Mut­ter­milch, die ist ein­fach da. Ich brau­che Lie­be und wer­de ge­liebt. Wo ich mich als ge­liebt er­fah­re, ver­mag ich mei­ner­seits zu lieben.
    Wenn die­se mei­ne Exi­stenz in Fra­ge steht, dann wer­de ich re­si­gnie­ren und ver­elen­den, oder Tech­ni­ken ent­wickeln und da­für strei­ten, zu über­le­ben, mei­nen Platz zu behaupten. 

    Le­bens­kon­zept Ver­drän­gung. Le­bens­kon­zept Ko­ope­ra­ti­on. Men­schen kön­nen das Le­bens­kon­zept Ko­ope­ra­ti­on prä­fe­rie­ren, wenn sie wollen. 

    Kunst ent­steht, weil es sein muss. Ich kann nichts bes­ser, als mu­si­ka­lisch künst­le­risch zu agie­ren. Aber ich muss es mir frei­lich lei­sten kön­nen. Lei­sten kann ich es mir dann, wenn es Men­schen um mich gibt, die sa­gen, wir wol­len, dass du machst, was du machst. Glück­li­cher­wei­se gibt es die­se Men­schen um mich. Drum kann ich tun, was ich tue. 

    Drum kann ich hier in ei­ner klei­nen Stadt, in der die „Hoch­kul­tur“ nicht zu­hau­se ist, im klei­nen Stadt­thea­ter vor Ort, ei­nen Pe­ter-Hand­ke-Abend ver­an­stal­ten und ge­stal­ten und den Men­schen hier zei­gen, dass der aus der Zei­tung ver­meint­lich be­kann­te und ver­un­glimpf­te „Ser­ben­freund“ und Spin­ner ein au­gen­öff­nen­der, stau­nen­ma­chen­der, Welt­ver­trau­en stif­ten­der Schrift­stel­ler ist. Drum gibt’s hier Aben­de mit Lie­dern von Franz Schu­bert, Ro­bert Schu­mann, Clau­de De­bus­sy, Kurt Weill, An­ton Rup­pert, die man selbst in den Zen­tren der Kul­tur, in Mün­chen, Ber­lin, Wien manch­mal su­chen muss, denn schon da „lei­stet“ man sich der­lei eher sel­ten und be­darf der zug­kräf­tig­sten Na­men, da­mit sich’s rentiert.
    Ich ma­che das hier, weil ich das ma­chen möch­te. Ich schrei­be da­für kei­ne Ex­po­sés, be­wer­be mich nicht um Stif­tungs­gel­der, Sti­pen­di­en, Spar­kas­sen­un­ter­stüt­zung. Die Zeit, die ich da­für auf­brin­gen müss­te (oh­ne Ge­währ, dass ich schließ­lich zum Zu­ge kä­me), stecke ich lie­ber ins In­halt­li­che, ver­wen­de sie zum Üben und Pro­ben und Be­den­ken. Selbst­ver­ständ­lich rech­net sich das al­les nicht. Rech­nen wür­den sich an­de­re Din­ge, die ich zum Teil so­gar tun könn­te (und auch schon ge­tan ha­be), wenn ich das woll­te. Aber ich mag nicht (mehr). Ich mag mich nicht vor ir­gend­ei­nen Kom­merz­kar­ren span­nen las­sen und Ren­di­te er­wirt­schaf­ten. Ich mag kei­ne Lu­xus-Events in länd­li­cher Idyl­le. Mei­ne Kon­zer­te, Le­sun­gen, Thea­ter­aben­de, fin­den statt we­gen der Sa­chen selbst und sind um­sonst und sie kom­men zur Auf­füh­rung, weil ich die Er­fah­rung ma­che, dass sich die Men­schen, auch die so­ge­nannt ein­fa­chen, weit mehr in­ter­es­sie­ren, so­gar (ja ge­ra­de) für das nicht bloß Un­ter­hal­ten­de, An­ge­neh­me, Be­kann­te. Nur ernst muss man sie neh­men, die Men­schen, die »ein­fa­chen«, vor die man tritt. 

    Mein Ta­lent reich­te nicht aus, um in den Zen­tren der Kul­tur zu be­stehen. Denn auch da setzt sich der Schnel­le­re, Ge­schick­te­re, Auf­fäl­li­ge­re, Be­gab­te­re durch. Und ich sa­ge das mit der größ­ten Hoch­ach­tung vor den ge­schät­zen, manch­mal ver­ehr­ten Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen dort. Aber des­we­gen bin ich nicht oh­ne Qua­li­tä­ten, oh­ne (hof­fent­lich schö­nen) Ei­gen­sinn. Und der ver­mag sich hier zu ent­fal­ten und sorgt mit für ei­nen Zu­wachs an Bil­dung, an kul­tu­rel­ler Er­fah­rung, an Sinnhaftigkeit. 

    Klingt ja al­les wun­der­bar, pa­ra­die­sisch. Hei­le Welt, ha, ha, ha …
    Wie aber ist Dir’s möglich?
    Be­schei­de­ne Geld­ein­gän­ge gibt es. Ich un­ter­rich­te ein biss­chen. Da und dort bin auch mal Teil ei­ner tra­di­tio­nel­len, sub­ven­tio­nier­ten Thea­ter­ar­beit, „ver­die­ne“ bei ei­nem Konzert.
    Aber vor al­lem kann ich mir all dies lei­sten, weil es in mei­nem pri­va­ten Um­feld Men­schen gibt, die sa­gen: das, was ich für mei­ne Ar­beit an Geld über­wie­sen be­kom­me, das reicht auch, wenn ich Dich dar­an teil­ha­ben las­se. Dar­um kann ich Mie­te zah­len und mich mit Le­bens­mit­teln (Es­sen, Trin­ken, Klei­dung, Bü­cher) ver­sor­gen. Die­se Mit­tel wer­den mir ge­währt oh­ne die Be­din­gung ei­ner Ge­gen­lei­stung. Ich könn­te mich auch ein­fach ins Bett legen. 

    Welch blö­de Idee, sich nicht mehr zu mü­hen (auch das muss ein Künst­ler, ja, ja) für ein Lied, ei­nen Text. Welch men­schen­ver­ach­ten­de Be­haup­tung, dass das Men­schen tun wür­den, nur noch her­um­lie­gen und glot­zen und sau­fen, so­bald kei­ne fi­nan­zi­el­le Not­wen­dig­keit mehr be­steht, „für sich selbst zu sor­gen“ (schon die­se Aus­sa­ge ist Un­fug in un­se­rer Zeit).

    Nach­hal­tig­keit ent­steht für mich über­haupt nur da, wo der Mensch end­lich da­mit auf­hört Müll zu pro­du­zie­ren, Din­ge, die nicht wie­der in Kreis­läu­fe ein­ge­hen kön­nen, sei­en es bio­lo­gi­sche, oder tech­ni­sche, Din­ge, die kei­ner wirk­lich braucht, Din­ge, die Mensch und Um­welt scha­den, sie zer­stö­ren. Nichts ist un­end­lich teil­bar und die Res­sour­cen sind selbst­ver­ständ­lich knapp. 

    „Man muss durch die Na­tur zum Lou­vre kom­men und durch den Lou­vre zur Na­tur zu­rück.“ Paul Cézanne

    Es tut mir leid, dass ich (noch?) nicht über‘s Poe­sie­al­bum hin­aus­kom­me. Ich wer­de mir Zeit neh­men, @Sophies Kom­men­tar, den wohl­klin­gen­den, dich­ten, enig­ma­ti­schen, zu bedenken.

  7. @ So­phie #3

    Land, nicht Volk. Und wenn Volk, dann viel­leicht lie­ber Völk­chen. Mit Ge­ni­tiv­ver­bin­dung er­in­nert uns Hand­kea­ner das un­wei­ger­lich an sein »Volk der Le­ser«. Die­se Kom­bi­na­tio­nen sind dann auch va­ria­bel, man hat die Zu­ge­hö­rig­keit nicht ein für al­le Mal, nicht von Ge­burt an und bis zum Tod, son­dern muß sie sich erwerben.
    Aber nüch­tern be­trach­tet, ab­seits vom Poe­sie­al­bum, kann es nur um Land, Ter­ri­to­ri­um und, wenns sein muß, Staat gehen.

  8. @ Leo­pold, vor­hin gerade:

    Kon­stru­ie­ren wir uns doch mehr sol­cher Völk­chen. Das der rüh­ri­gen Skep­ti­ker zum Beispiel.

  9. @ Flo­ri­an
    viele
    Le­bens­kon­zept Ko­ope­ra­ti­on, ja. Ich bin über­zeugt, daß die Ver­drän­gung die­ses Le­bens­kon­zepts, sei­ne Er­set­zung durch ein Streit­kon­zept, mit der Durch­set­zung des Neo­li­be­ra­lis­mus und sei­ner öko­no­mi­sti­schen pro­fit­ori­en­tier­ten Ethik zu tun hat. Die­se An­tiethik hat so­zi­al­dar­wi­ni­sti­sche Zü­ge (hier könn­ten wir wie­der mal De­fi­ni­ti­ons­fra­gen wäl­zen). Sie wur­de mehr und mehr auch in höch­sten Welt­macht­krei­sen ver­tre­ten. Kein Wun­der, daß sie vie­le ein­fa­che und auch kom­pli­zier­te Men­schen tei­len. Dem­ge­gen­über kann und soll­te man auf ei­ner ech­ten Ethik be­stehen, die ko­ope­ra­tiv und/oder äs­the­tisch aus­ge­rich­tet ist (wie­der das al­te Ent­we­der-Oder!). Daß sich das kon­kre­te Ver­hal­ten in so ei­nem Kon­zept oft nicht »rech­net« – geschenkt.

    Nach mei­nen Be­ob­ach­tun­gen ver­sump­fen trotz al­lem vie­le Men­schen, wenn sie kei­nen von au­ßen vor­ge­ge­be­nen Le­bens­rah­men ha­ben. Oh­ne äu­ße­ren Zwang las­sen sich ge­hen und die­ses Sich-Ge­hen-Las­sen wird von der Kul­tur­in­du­strie (im wei­te­sten Sin­ne) pro­fit­ori­en­tiert aus­ge­nutzt. Man könn­te und soll­te mit die­sen Men­schen aber auch an­ders um­ge­hen. Zu­min­dest könn­te und soll­te man das versuchen.

  10. @Leopold. Da bin ich ganz und gar ein­ver­stan­den. Die Skep­sis kann tat­säch­lich mit dem Op­ti­mis­mus ver­mählt wer­den; sie hat nur ei­nen schlech­ten Ruf. Zum Ni­hi­lis­mus oder ei­ner mas­ken­haf­ten Ar­ro­ganz ist es ja nur ein klei­ner Schritt.
    Es kommt mir so vor, als ob wir mit die­sen »Be­schlüs­sen« ei­nen al­ten Weg er­neut an­tre­ten. Es mag sich für je­de Ge­nera­ti­on die­sel­be Auf­ga­be stel­len; den­noch wird man die gan­ze An­ge­le­gen­heit ein­mal kom­plett durch­buch­sta­bie­ren müs­sen, weil sich die Le­bens­um­stän­de nun mal ra­pi­de än­dern. Neu­es Wis­sen, neue Ge­fah­ren, etc.
    Ich se­he eben­falls die Ter­ri­to­ria­li­tät als das blei­ben­de Cha­rak­te­ri­sti­kum. Wenn man ar­ti­fi­zi­el­le Be­grif­fe mag, könn­te man es gleich­be­deu­tend ei­nen Kul­tur-Zeit­raum nennen.

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