Archiv der Kategorie: Literatur

Hans Magnus Enzensberger: Überlebenskünstler

»99 literarische Vignetten aus dem 20. Jahrhundert« nennt Hans Magnus Enzensberger seine Textsammlung »Überlebenskünstler« im Untertitel. Wer rätselt wie dies gemeint ist, wird im knappen aber deutlichen Vorwort aufgeklärt. Überlebenskünstler ist hier nahezu wörtlich zu verstehen. Die Beschränkung auf das … Weiterlesen

Veröffentlicht in: Literatur | Stichworte: | 1 Kommentar

Josef Winkler: Laß dich heimgeigen, Vater, oder Den Tod ins Herz mir schreibe

Man glaubt es kaum, aber vor fast 40 Jahren betrat der Kärntner Schriftsteller Josef Winkler mit seinem wuchtig-expressiven »Menschenkind«-Roman erstmalig die literarische Bühne. In rascher Folge erschienen »Der Ackermann aus Kärnten« und »Muttersprache« – die »Ackermann«-Trilogie war geschaffen. Der »Ackermann« … Weiterlesen

Veröffentlicht in: Literatur | Stichworte: | Kommentar abgeben

Esther Kinsky: Hain

»Geländeroman« nennt Esther Kinsky ihren neuen Roman »Hain«. Und natürlich horcht der Kinsky-Leser auf: Wird es so etwas wie »Am Fluß« vor drei Jahren, als eine Ich-Erzählerin ihren Aufenthalt in der Londoner Peripherie nicht nur erzählte, sondern in diese Landschaft … Weiterlesen

Veröffentlicht in: Literatur | Stichworte: | Kommentar abgeben

Fibel statt Bibel

Bemerkungen über einen Kritiker Über Hans Falladas »Bauern, Bonzen und Bomben« schreibt der Rezensent 1931 unter anderem: »Die Technik ist simpel; es ist der brave, gute, alte Naturalismus, das Dichterische ist schwach, aber der Verfasser prätendiert auch gar nicht, ein … Weiterlesen

Veröffentlicht in: Literatur | Stichworte: , , , , , , , , | 2 Kommentare

Arno Dahmer: Manchmal eine Stunde, da bist Du.

Wenn es tatsächlich eine Art ungeschriebenes Gesetz sein soll Bücher von Verlagen bei denen man selber publiziert nicht besprechen, rezensieren oder emp­fehlen zu dürfen, dann wären unzählige Texte nie geschrieben und viele Diskussionen nie geführt worden. So manche Runde im … Weiterlesen

Veröffentlicht in: Literatur | Stichworte: | Kommentar abgeben

John Williams: Nichts als die Nacht

Vor vier Jahren gelang mit der Neuübersetzung von John Williams‘ 1965 erstmals publiziertem Roman »Stoner« im deutschen Feuilleton etwas sehr Seltenes: Von der Hochkritik bis in den Boulevard hinein gab es nur Lobeshymnen. »Stoner« bot auf allen Ebenen Identifikationspotential, insbesondere … Weiterlesen

Veröffentlicht in: Literatur | Stichworte: | Kommentar abgeben

Armin Stingl: Eine Schachtel voll Sachen

Auf dem Cover sieht man die leere Schachtel. Im Buch ist sie gefüllt. Ein Dachbodenfund? Ein Geheimgefäß? Bald wird klar: Der Inhalt hat keinen pekuniären Wert. Hier ist nichts zu erlösen. Eine alte Sonnenbrille, eine Haarlocke, ein defekter Krug, eine … Weiterlesen

Veröffentlicht in: Literatur | Stichworte: | Kommentar abgeben

Die letzte Buchbesprechung (und Buchbesprechungsbesprechung) meines Lebens

Inzwischen gelesen (im Shinkansen): Die Kieferninseln. Mit leichter Hand hingeworfener Kaiserschmarren. Vulgo Aufenthaltsstipendiatenprosa. Zum Roman aufgepäppel­ter, für sich genommen bescheidener – eine Zier! – Kurzreisebericht (»mit dem Shinkansen auf Matsuo Bashos Spuren«, oho!). Japanklischees, Oberflächenbild­chen, auch (bewußt?) Falsches. Kühle Ironie … Weiterlesen

Veröffentlicht in: Literatur | Stichworte: | 15 Kommentare