Archiv des Autors: Leopold Federmair

Der kleine Franz und der spinnerte Schorschl

Ein Salzburger Traum Um 1910 waren in den österreichischen Städten viele Pferde unterwegs, sie zogen Wagen und Kutschen verschiedenster Art. In Wien fuhr im Juni 1903 die letzte Pferdestraßen­bahn, doch schwere Güter wurden weiterhin in erster Linie von Pferden befördert. … Weiterlesen

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Koinzidenz II

Ein langer Tisch im Süden des asphaltierten Platzes (der sonst Automobilen dient), mit Kultgegenständen, denen keiner der Sitzenden, Kauernden, Kauenden, Trinkenden, Feiernden, Laufenden, Hüpfenden Beachtung schenkt, wodurch die Anwesenheit dieser Dinge eigentlich erst hervorgehoben wird: neunstöckige Miniaturpagode, goldene Kanne, Blumenstrauß, … Weiterlesen

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Koinzidenz I

In der Nähe des sich ins Gelände schmiegenden, mehrstöckigen Gebäudes des Kindergartens, den meine Tochter zwei Jahre lang besucht hatte, überholte mich ein Kleinlastwagen und bog dann in eine schmale Nebenstraße, die ich noch nie befahren hatte. In die Pedale … Weiterlesen

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Die letzte Buchbesprechung (und Buchbesprechungsbesprechung) meines Lebens

Inzwischen gelesen (im Shinkansen): Die Kieferninseln. Mit leichter Hand hingeworfener Kaiserschmarren. Vulgo Aufenthaltsstipendiatenprosa. Zum Roman aufgepäppel­ter, für sich genommen bescheidener – eine Zier! – Kurzreisebericht (»mit dem Shinkansen auf Matsuo Bashos Spuren«, oho!). Japanklischees, Oberflächenbild­chen, auch (bewußt?) Falsches. Kühle Ironie … Weiterlesen

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Anmerkungen zur transversalen Ästhetik

1. Bei sporadischen Lektüren von akademischen Aufsätzen zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, besonders zu solcher mit sogenanntem Migrationshintergrund, ist mir aufgefallen, daß in den letzten Jahren die Vorsilbe »trans-« an Häufigkeit gewonnen hat im Verhältnis zur Vorsilbe »inter-», die sie manchmal ersetzt. … Weiterlesen

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Bad Motherfucker

steht in gotischen Lettern am Rücken des schwarzen T-Shirts des stämmigen Mannes, in dessen dunklem Vollbart ein paar Silbersträhnen fließen. Soeben hat er eine flinke, fast anmutige Drehbewegung vollzogen und eine herbeigezauberte Banane bis zur Mitte des Schafts in drei … Weiterlesen

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Zukunft

Der Song von David Bowie, der sich in meinem Kopf drehte, mit Worten in der Art von wir standen vor der Wand und küßten uns, als könnte nichts fallen während die Gewehrkugeln über unseren Köpfen pfiffen aber die Schande (Scham?) … Weiterlesen

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Just for two weeks

Niemand beachtet sie mehr, die Kirschbäume, seit sie ihre Blüten verloren haben. Damals, in der kurzen Blütezeit, waren sie die Stars: in Scharen drängten sich die Leute um ihre Stämme, ließen sich nieder unter der – what you’d say? – … Weiterlesen

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